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Review vom 07.10.2003

  Tomb Raider



WERTUNG:
82%
Altersfreigabe:
Frei ab 12 Jahre
Zu diesem Spiel: Wagen
Preischeck
Tipps und Tricks
Meinungen:
3 Kommentare
Komplettlösung
Videos


Die Lady ist zurück!
Lara Croft, ihres Zeichens adlige Archäologin mit Sex-Appeal feiert ihren Einstand auf dem N-Gage.


Miss Croft ist seit ihrem ersten Abenteuer die! Videospielikone überhaupt. Keine andere digitale Figur wurde so oft in Magazinen und Hochglanzblättern durchdiskutiert wie die englische Dame aus gutem Hause, die nach einem Flugzeugabsturz ihren Hang zur Archäologie und zur Natur findet, sich selbständig macht und Indiana Jones innerhalb kürzester Zeit den Schneid abkaufte.
Das zweite Kinoabenteuer ist gerade gelaufen, der fünfte Spiele-Teil war ein Flop, da naht auf dem N-Gage die Umsetzung von Teil 1 der Abenteuerserie.

In Tomb Raider steuert man Lara Croft durch Höhlen, Katakomben und alte Tempel, um verschollene Gegenstände zu finden.
Das Scion, ein uraltes mystisches Artefakt aus Atlantis, verleiht seinem Träger unglaubliche Macht. Nach dem Untergang des Inselreiches wurde es jedoch in drei Stücke aufgeteilt und auf der ganzen Welt versteckt.
Lara bekommt zufällig Wind von der Sache und macht sich auf, mal wieder die Welt zu retten...

Tomb Raider war eins der ersten 3D-Spiele in der Third-Person-Perspektive, in der man die Person von hinten sieht (nicht umsonst wird sie manchmal auch als "Tomb Raider Perspektive" bezeichnet). Sich in einer dreidimensionalen Umgebung frei zu bewegen war nach der 16 Bit Konsolen-Zeit eine Revolution! Da fiel es nicht auf, dass die Rätsel einfache Such- und Schiebeaufgaben waren. Das Spiel wurde ein Hit, die Spielfigur schaffte es sogar auf das Titelbild der Frauenzeitschrift Elle.

Die Umsetzung von der Playstation auf den N-Gage schien schwerer zu werden, als wohl anfangs angenommen. Noch auf der Games Convention steuerte sich Lara schwerfällig und hatte teilweise mit argen Rucklern zu kämpfen. Man gelobte Besserung und unsere Testversion zeigt, dass man sich daran gehalten hat!


Steuerung:
Lara in ihrem neuen Zuhause zu steuern ist anfangs sehr ungewohnt.
Zwar gibt das Tutorial erste Anhaltspunkte, die komplexen Moves werden jedoch erst im Spiel selber nach und nach erschlossen.
Eine immer noch nervige Angelegenheit ist die Auto-Run Funktion. Lara läuft, und läuft, und läuft, bis sie gegen ein Hindernis stößt, was sie mit einem leisen Seufzen quittiert. Der wohl am meisten gehörte Laut im ganzen Spiel. Mit einem weiteren Druck nach Vorne oder dem Drücken der 7 kann man sie jedoch sofort zum Stehen zwingen, trotzdem wäre das Abschalten dieser Funktion für spätere Spiele wünschenswert.

Ansonsten muss man zugeben: Lara steuert sich nach der Eingewöhnungsphase von ca. einer halben Stunde sogar noch besser als auf dem PC! Sprünge, Combos und Schusswechsel gehen dank des N-Gage Steuerkreuzes sauber von der Hand, nur selten stirbt man aus Steuerungsgründen.
Da ist viel eher die Kamera schuld, die leider auch mit in diesen Teil der Wertung einfließt. Sie ist alles andere als optimal und neben der 7 (für Laufen) ist die 9 (für Umschauen) bei jedem Lara-Spieler die am meisten abgewetzte Taste.

Grafik:
Tony Hawk oder Lara Croft. Wer von beiden hat die bessere Grafik?
Im ersten Moment würde man sage: Keiner, zu unterschiedlich sind die Games und die Anforderungen.
Hat man aber erst einmal die riesigen Bauten und Höhlen der späteren Levels gesehen, da wird man schnell zum Lara-Fetischisten. Tomb Raider ist für einen Handheld mehr als beeindruckend und versetzt ungläubige N-Gage Hasser in Entzückung. An der Games Convention Version wurde noch einmal kräftig geschraubt und nur selten ist ein Ruckler zu sehen (meistens nur, wenn noch viele weitere Programme offen sind).

Doch wo Licht ist, da ist auch Schatten. Tomb Raider ist nun mal ein sehr altes Spiel, eins der ersten 3D-Adventure und von daher mit einer miserablen Kameraführung ausgestattet. In wichtigen Situationen seht ihr die Protagonistin von vorne, während auf euch Gegner en masse anrennen. Ebenso werden viele Sprungpassagen dadurch kniffliger, als sie sind.

Noch zu verkraften sind da die zahlreichen Clipping-Fehler, wenn Lara mal wieder durch Wände sehen kann oder mal selber in welchen drin steht.
Etwas ungünstig sind auch die Wandtexturen, in denen man oft wichtige Eingänge und Vorsprünge übersieht und so unnötig in einem Level hängt.

Zusammenfassend lässt sich aber sagen, dass es bisher kein eindrucksvolleres Handheld-Game auf dem Markt gibt. Es ist immer noch eine Konsole für Unterwegs, also sollte man auch nicht die Anspruche und Erwartungen ansetzen, die man bei einer Heimkonsole hat. Das wäre unfair Lara und dem N-Gage gegenüber.


Sound:
Lara glänzte schon auf der Playstation und auf dem PC mit der Abwesenheit von Musik im Spiel.
Die N-Gage Version setzt da noch einen drauf. Scheinbar wurden sämtliche Hintergrundgeräusche der CD-Versionen eliminiert. Hörte man auf dem PC in den Höhlen noch das Echo von in der Ferne herabfallenden Steinen, ist hier das Schweigen im Walde angesagt.
Die gut gesprochenen Zwischensequenzen nebst CGI-Videos wichen lieblosen Texttafeln vor kleinen Bildchen, die man dank der scrollenden Schrift auch nicht mehr richtig erkennen kann. Eine Frage des Speicherplatzes, sicher. Aber Tony Hawk hat es vorgemacht: Es geht auch anders.

Als einzige Geräusche begleiten euch also:
1. Laras Seufzen (s.o.)
2. Laras Schritte (Tap-Tap-Tap)
3. Ab und an Geräusche der Gegner
4. Laras Schreie beim Abstürzen
5. Das Knallen der Pistolen

und noch ein paar andere, unwichtigere Effekte. Nicht genug für einen Next-Generation-Handheld-Titel...


Features:
Ich muss es gestehen: Ich habe mich wieder in Lara verliebt!
Trotz seines Alters hat es Tomb Raider geschafft, mich wieder für Stunden vor meinen Bildschirm zu ziehen. Das tolle Leveldesign, die kleveren Rätsel und anspruchsvollen Sprungpassagen fordern einen immer wieder zu einem neuen Spiel heraus.

Positiv ist hierbei die Speicherfunktion zu erwähnen: Endlich immer und überall Speichern und Laden. Und das alles ohne Verzögerung! Ein Klick und man kann den letzten verpatzten Sprung noch einmal ausführen.
Zwar sind die Ladezeiten zwischen den Levels etwas arg lang. Dafür hat man danach aber den gesamten Level im Speicher und ist für eine Ewigkeit beschäftigt. Durchschnittszeit pro Level: 40 Minuten

Auch auf die Arena-Funktion greift Tomb Raider zurück und bietet einem neben einer Komplettlösung auch eine Videofunktion sowie den obligatorischen Shadow-Battle an, in dem ihr gegen anderen User auf Zeit durch die Levels düst. Die Videofunktion ermöglicht es euch, eure besten Moves und Combos online zu stellen um zu zeigen, wie gut ihr mit Lara umgehen könnt.

Multiplayer:
Leider gibt es bei Tomb Raider keinen "richtigen" Multiplayer.

Fazit:
Tomb Raider ist der Zugtitel überhaupt für den N-Gage. Zu Recht. Lara Crofts erstes Abenteuer kommt vom Altenteil zurück und überzeugt dank für einen Handheld genialer Grafik, einem immernoch faszinierendem Gameplay und einer langen Spielzeit.

Das Alter merkt man dem Spiel aber dennoch an. Kameraführung und Schieberätsel sind heutzutage nicht mehr up to date. Und Fans des ersten Teils werden sich trotz 4 exklusiver Levels nach neuem Futter sehnen.

Trotzdem: Für jeden N-Gage Besitzer sollte Tomb Raider neben Tony Hawk der Pflichttitel überhaupt sein.


Christian Nork

Vielen Dank an Nokia für die Bereitstellung der Testmuster





Packshot

Details

Publisher:
Eidos Interactive

Developer:
Core Design/Idealworks3d

Genre:
Action Adventure

Release:
07.10.2003

Multiplayer:
kein Mehrspielermodus

Screenshots:
(zum Vergrößern anklicken)

shot1

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