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Review vom 15.06.2004

  Tiger Woods PGA TOUR 2004



WERTUNG:
85%
Altersfreigabe:
Frei ab 0 Jahre
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Golf, der Sport der Reichen und Schönen - das war einmal. Die einstige elitäre Randsportart hat sich längst zum Breitensport entwickelt. Zum Leidwesen so manches Tennisclubs zieht es auch die Jugendlichen immer mehr auf den wohlpräparierten grünen Rasen. Und was damals den Filzballfreunden ihr Boris Becker war, heute den Skatern der berühmte Tony Hawk, ist den Golf-Fans der internationale Superstar Tiger Woods. Trotz derzeitiger Formkrise ist der Tiger dennoch einer der talentiertesten Vertreter seiner Sportart, und damit natürlich genau der richtige, um der jährlichen Golf-Versoftung aus dem Hause Electronic Arts Namen und Konterfei zu leihen. Kommen wir nun zu den Fakten:

Steuerung:
In Sachen Steuerung zeigt sich Tiger Woods: PGA Tour 2004 von seiner innovativen Seite. Die Zeiten der klassischen „Geschicklichkeits-Drück-Steuerung“ , in der es nur galt, zielgenau einen Punkt auf einem Balken zu treffen, sind passé. Das neue Spiel präsentiert erstmalig auf einem Handheld die „Schwung-Steuerung“. So muss man das D-Pad von hinten nach vorne gleiten lassen, um einen gekonnten Schlag auf das Grün hinzubekommen. Je nachdem, wie präzise und fest der Schlag ausgeführt werden soll, ob mit Slice- bzw. Hook; das D-Pad wirkt fast schon wie ein Analogstick. Ein wenig Übung braucht der Spieler schon und ein Blick in die Anleitung hilft, die kleinen Golferfeinheiten herauszukristallisieren. Hat man sich jedoch einmal an die Steuerung gewöhnt, möchte man sie nicht mehr missen. Das Gefühl, den richtigen Schwung zu finden, gerade das ist es, was den Golfsport ausmacht. Hier hat EA einen großen Schritt in die richtige Richtung unternommen!

Grafik:
Grüne Wiesen, idyllische Berge, kühle Seen und trockene Wüste. Der Golfer ist ein Gemütsmensch und kann sich bei dieser Augenweide wohlfühlen. Zwar ist die Grafik der des Game Boy Advance nicht weit überlegen, doch was geboten wird, ist eine nette 3D Landschaft mit einigen Details und einer übersichtlichen Karte. Auch Wettereffekte wie Regenschauer und Schneewehen gibt es zu beobachten. Die Schlagszenen werden von der 3rd Person Sicht aus geschlagen, auf dem Grün eingelocht wird in der Vogelperspektive. Nützliche Hilfslinien sorgen für optimale Ballkontrolle. Nicht wirklich spektakulär doch was will der Möchtegern-Tiger Woods mehr?


Sound:
Kritik gefällig? Hier schlagen wir voll zu! Was in Sachen Sounds geboten wird und sich Umgebungsgeräusche nennt, ist mehr als ohrenbetäubend. Wenn Vögel zwitschern, als hätten sie Lungenkrebs im Endstadium und Grillen zirpen, als wären sie lebende Trillerpfeifen, dann beginnt man sich zu fragen: Muss das sein? Zum Glück kann man die Umgebungsgeräusche deaktivieren und sich auf die weiteren Soundeffekte konzentrieren. Obwohl ein Golfspiel generell sehr geräuscharm ist, können sich die Schlag- und weitere Ballbeschallung durchaus hören lassen. Die Musik im Menü ist recht angenehm, vielleicht aber nicht jedermanns Geschmack.

Features:
Für die Qualität der inneren Werte bürgt dann aber doch Electronic Arts lieber selbst. Vergessen sind Ausrutscher wie die 2003er Version auf dem Game Boy Advance, die doch wirklich mit einem (!) einzigen Golfkurs daherkam. Die N-Gage Version punktet mit drei originalgetreu umgesetzten Golfkursen, darunter auch der weltbekannte St. Andrews Course, und zwei weiteren Fantasie-Kursen. Und wenn man schon einmal eine Lizenz hat, gibt es natürlich auch die gleich die passenden Spieler dazu: Von Tiger Woods bis John Daly ist alles dabei. Bevor sich der geneigte Hobby-Golfer jedoch mit den ganz großen misst, kann man im Trainings-Modus nach Lust und Laune ein einzelnes Loch bespielen, das Putten üben oder verschiedene Aufgaben bewältigen. Sobald man sich mit den wesentlichen Schlagtechniken (mehr dazu im nächsten Abschnitt) vertraut gemacht hat und auch das normale Spiel keine Herausforderung mehr bietet, darf man als Nachwuchs-Hoffnung bei der PGA-Tour starten und gegen die ganz Großen des Golfsports antreten. Nach und nach muss man sich von dem einfachen Qualifikationsturnier bis zum großen PGA-Finale durcharbeiten und gegen die starke Konkurrenz behaupten. Der Fortschritt wird natürlich entsprechend belohnt. Das erworbene Preisgeld darf nach und nach in den Ausbau der eigenen Fähigkeiten investiert werden, sodass ihr bald den Profis in nichts nachsteht.

Multiplayer:
Bis dato präsentiert sich Tiger Woods also als sehr solides Spiel. Doch manchmal sind es Feinheiten, die die soliden von den wirklich guten Spielen unterscheiden. Bei Tiger Woods 2004 ist diese Feinheit leicht auszumachen: Was auf der Packung ganz unscheinbar mit „Online Unterstützung“ angekündigt wird, entpuppt sich schnell als bislang gelungenste Einbindung der N-Gage Arena, die ihren Höhepunkt jetzt endlich nicht mehr mit Shadow-Racing und Bonus-Leveln erlebt. Mit Tiger Woods hat EA das erste Spiel geschaffen, das mobile Online-Duelle ermöglicht. Ob man nun für eine relativ geringe Gebühr per GPRS online geht oder seine heimische Flatrate gepaart mit einem Bluetooth-Dongle nutzt, das Online-Vergnügen ist garantiert: In der Tiger Woods Arena könnt ihr euch in eine der verschiedenen Lobbies einwählen und einen eigenes Spiel aufmachen oder anderen Spielern, die noch auf Verstärkung warten, beitreten. Der Eröffner des Spiels (bzw. des Raums in der Lobby) entscheidet über Kurs und Schwierigkeit sowie Art und Anzahl der Löcher. Sobald sich also mindestens zwei Spieler gefunden haben, kann das virtuelle Online-Vergnügen auch schon beginnen. Im Wesentlichen spielt nun jeder Spieler für sich alleine und sieht nur nach Abschluss eines Lochs die Schlaganzahl der Kontrahenten. Langweilig ? Ganz im Gegenteil ! So simpel sich der Online-Modus anhört, so spaßig spielt er sich. Wer einmal online den Schläger geschwungen hat, wird so schnell nicht in den Singleplayer-Modus zurückkehren. Highscore-Listen und weitere Statistiken tun dazu natürlich ihr übriges. Wenn euch immer noch nicht ganz klar ist, warum ausgerechnet Tiger Woods das bis dato spaßigste Multiplayerspiel sein soll, dann sei euch eine Online-Partie wärmstens empfohlen. Selbst bisherige Golf-Muffel werden den N-Gage da so schnell nicht mehr aus der Hand geben wollen. Bislang sind die virtuellen Lobbies zwar noch meistens etwas spärlich gefüllt, aber das wird sich mit der weiteren Verbreitung des Spiels sicherlich ändern.

Abseits der ganzen Online-Euphorie darf natürlich auch per Bluetooth oder Hotseatmouds ebenfalls gemeinsam nach Lust und Laune gegolft werden. Aber mal ehrlich – wer möchte das bei einem so hervorragenden Online-Modus schon ?

Fazit:
Golfmuffel aufgepasst! Tiger Woods ist wieder unterwegs – und seiner Kombination aus eingängigem und doch reichhaltigem Gameplay, angenehmer technischer Umsetzung und dem spektakulär spaßigen Online-.Modus wird kaum jemand widerstehen können. Birdy, Eagle, Par - manchmal entscheidet der eine finale Schlag über Sieg oder Niederlage. Die zahlreichen Spielmodi, Kurse, Karriere-Funktionen und verschiedenen Szenarien sorgen für die nötige Langzeitmotivation, an denen sonst Sportversoftungen so oft kranken. Ihr Golf-Fans da draußen werdet an Tiger Woods nicht vorbeikommen - alle anderen auch nicht!
Für alle, die unterwegs packende Online-Duelle erleben und gleichzeitig auch alleine Spielspaß geboten bekommen wollen, gibt es nur eine Lösung: Kauft euch Tiger Woods!


Vielen Dank an Nokia für die freundliche Bereitstellung der Testmuster

Kevin Jensen und Hendrik Jasnoch für N-Page.de





Packshot

Details

Publisher:
EA Sports

Developer:
EA Sports

Genre:
Sport

Release:
Juni 2004

Multiplayer:
1-4

Screenshots:
(zum Vergrößern anklicken)

shot1

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