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Review vom 17.03.2005

  Tom Clancy's Splinter Cell - Chaos Theory



WERTUNG:
90%
Altersfreigabe:
Frei ab 12 Jahre
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Hide and Seek

Sein Name ist Fisher, Sam Fisher und er ist das heißeste, was die Geheimorganisation Third Echolon zu bieten hat. Als Spezialagent dieses Ablegers der amerikanischen NSA ist Fisher immer da im Einsatz, wo es geheimnisvoll, lautlos und absolut zielsicher sein muss. Denn schließlich darf die Welt nicht immer erfahren, worin die Vereinigten Staaten von Amerika so alles verwickelt sind. Besonders, wenn sich die Aktionen am Rande der Legalität bewegen. Es ist doch alles nur zu unserem Besten, schließlich muss ein weiteres Mal die Welt gerettet werden.

Sam tritt mit Tom Clancy's Splinter Cell - Chaos Theory bereits zum zweiten Mal auf dem Nokia N-Gage auf. War sein erstes Spiel jedoch noch eine Konvertierung eines zweidimensionalen Game Boy Advance Spiels, greift Entwickler Gameloft in die Vollen und präsentiert Fishers Ausflüge in vollständiger 3D Grafik. Eben wie man es vom großen Vorbild gewohnt ist: Splinter Cell hat seine Ursprünge auf Microsofts X-Box und sorgt dort bereits seit einigen Jahren für euphorische Testberichte und Traumwertungen.

Das Besondere an Splinter Cell ist immer die Story: Kein geringerer als Roman-Erfolgs-Autor Tom Clancy stand Pate für das 2007 spielende Stealth-Abenteuer, in dem es um böse Terroristen und irre Mathematiker geht. Mehr sei nicht von der epischen Geschichte verraten, welche so harmlos anfängt und sich zu einem nationalen Desaster ausweitet, bei dem sogar in ganz New York die Lichter ausgehen. Erzählt wird das Ganze entweder in Zwischensequenzen direkt in der Engine oder in coolen Filmen, welche von der Qualität her denen von X-Men Legends überlegen sind und direkt aus der X-Box Version stammen. Nebst Sprachausgabe von Michael Ironside als Sam Fisher, versteht sich (zumindest in den Render-Sequenzen).

Das Grundprinzip von Splinter Cell ist eigentlich recht einfach: Lasst euch bloß nicht erwischen. Zu diesem Zweck schleicht ihr durch dunkle Gänge und haltet euch die meiste Zeit im Verborgenen. Gegner attackiert man am besten von hinten und nimmt sie gezielt in den Schwitzkasten. Denn bei einer Entdeckung droht nicht nur der Alarm, sondern meistens auch gleich der virtuelle Tot: Geschossen wird scharf und getroffen immer.
Neben dem Würgegriff nebst Messer-Attacke stehen euch außerdem noch zahlreiche Waffen zur Verfügung, vom Scharfschützengewehr über die Gasgranate bis hin zum Taser, der nicht nur Wachen, sondern auch Kameras zeitweise lahmlegen kann. Das ist auch notwendig, sind diese eifrigen Augen doch unheimlich wachsam, um euch das Leben so schwer wie möglich zu machen.

Zusätzliche Hindernisse stellen die zahlreichen Laserfallen dar, welche nur im Infrarot-Modus von Sam Fishers Multifunktionssichtgerät zu sehen sind. Dieses kann außerdem noch in eine schicke Nachtsicht umschalten, die besonders auf N-Gage notwendig ist: Unterwegs erkennt man in den dunklen Gängen oft nichts mehr, im Bus sollte man Splinter Cell sowieso nicht spielen. Mit Kopfhörern macht es in ruhiger Umgebung dafür doppelt so viel Spaß.

Um die Welt vor dem Untergang zu bewahren lenkt ihr Sam durch acht große Level mit verschiedenen Teilaufgaben, die sich meist direkt im Geschehen entwickeln. Wenn z.B. ein bestimmter Zugang auf einmal nicht mehr zur Verfügung steht müsst ihr schonmal die grauen Zellen einschalten, um weiter zu kommen. Eine Stunde pro Mission ist keine Seltenheit, bereits von Beginn an ist der Schwierigkeitsgrad recht hoch.
Mit Vorsicht kommt man jedoch immer weiter. Vor allem, da es oft verschiedene Möglichkeiten gibt, spezielle Rätsel zu lösen. Man kommt in einen Raum hinein, checkt erst einmal die Localität genau ab und sucht dann nach der für einen selbst geschicktesten Lösung - eigentlich kein Stealth, sondern eher ein Puzzle-Game im Edellook.

Praktischerweise wird der Schwierigkeitsgrad etwas dadurch entschärft, dass Splinter Cell über gut angelegte Checkpoints verfügt, welche automatisch den Spielstand vor schweren Stellen speichern. Damit kann man jederzeit von neuem ausprobieren, wie man jetzt den einen oder den anderen Gegner am besten knackt.

Steuerung:
Bei der Steuerung von Splinter Cell - Chaos Theory ging man einen ganz neuen Weg. Auch wenn das Game aussieht wie Tomb Raider: Ihr habt volle Kontrolle über die Kamera, welche auch notwendig ist, um um die ganzen Ecken zu linsen. Am Anfang ist das Ganze noch etwas kompliziert, wird jedoch im ausführlichen Tutorial perfekt erklärt.
Natürlich dürfen auch Sams coole Moves wie der Spagat-Sprung oder das Eintreten von Türen nicht fehlen.
Hat man eine Waffe gezogen verhält sich die Steuerung dagegen wie im 3D Shooter Ghost Recon und lässt einen so präzise zielen.
Das Alles geht flüssig von der Hand, nur manchmal hat man mit ein paar Widrigkeiten der Engine zu kämpfen. Wenn z.B. Sam partout nicht um eine Ecke laufen will, weil ihm die Kollisionsabfrage noch einen Türrahmen vorgaukelt.
Auch das Dietrich-System aus den "großen" Versionen ist zwar eine nette Abwechslung, aber etwas schwer zu bedienen. Um eine verschlossene Tür zu öffnen müsst ihr die richtige Digi-Pad Richtung finden, was bei 8 verschiedenen Richtungen einfacher klingt, als es ist.

Grafik:
Dass die Jungs und Mädels von Gameloft etwas von ihrem Geschäft verstehen konnten sie ja bereits mit Ghost Recon und Asphalt unter Beweis stellen. Mit der Engine von Splinter Cell haben sie sich wieder einmal selber übertroffen. Zwar ist die Spielgeschwindigkeit ab und an etwas hakelig und läuft mit ca. 20 Bildern pro Sekunde. Dafür kommt es aber zu keinen weiteren großen Slowdowns. Bei einem Spiel wie diesem, wo es nicht auf Geschwindigkeit sondern auf Präzision und Langsamkeit ankommt, ist das kein Abzugsgrund.

Besonders das Kamerasystem weiß zu begeistern. Es zeigt Sam die meiste Zeit von seiner besten Seite und lässt sich durch die tolle Steuerung schnell umstellen, wenn man eine falsche Perspektive gewählt hat. Und das Beste: Clipping-Fehler muss man mit der Lupe suchen. Beim Test geriet die Kamera kein einziges Mal in irgendeine Wand. Einfach toll.

Sound:
Spannung pur bietet die Soundkulisse von Splinter Cell - Chaos Theory. Der packende Soundtrack ist zwar minimalistisch gehalten, sorgt aber für einen ständigen Adrenalinschub, der sich noch mehr erhöht, wenn man kurz vor der Entdeckung steht und per englischer Sprachausgabe die Gegner ein "Who is there" loslassen. Leider sind die Ingame-Zwischensequenzen nicht synchronisiert, was aber auch den Rahmen der 30 MB MMC gesprengt hätte. Immerhin hat man in den Videos einen knackigen Klang.
Bei den Effekten griff man auf altbewährte SC-Sounds zurück, die schon im Vorgänger vorhanden waren.


Features:
Wem die acht riesigen Level nicht reichen, der bekommt durch die N-Gage Arena noch mehr Anreiz, diese immer wieder zu spielen: Es ist möglich, die erreichte Punktezahl hochzuladen, um sich so mit Spielern aus aller Welt zu messen. Gerechnet wird hierbei nach Geschwindigkeit und Erfolg der Mission. Ein Alarm gibt genauso Abzug wie ein erlegter Gegner.
Außerdem besteht die Möglichkeit, verschiedene Extras freizuspielen, wenn man das Game nach und nach durchschafft. Auch von der Arena sollen Downloads in Zukunft möglich sein.
Schade nur, dass sich in die deutsche Übersetzung doch eine ganze Menge Fehler hineingeschlichen haben. Hier ist man eigentlich bessere Sorgfalt vom Publisher Ubi Soft gewohnt.

Multiplayer:
Einen ausführlichen Bericht über den Co-operativen und den Deathmatch-Modus liefern wir nach, sobald wir ausführlich gegeneinander angetreten sind. Die Unterstützung für bis zu vier Spieler macht aber Lust auf mehr!

Fazit:
Gameloft liefert sein Meisterstück ab. Was die Franzosen hier für ein Feuerwerk auf dem N-Gage abfeuern sucht seinesgleichen. Geniale Grafik, ein toller Soundtrack und packendes Gameplay sorgen für eine Spielspaßgranate, die einen stundenlang an den N-Gage fesselt! Unbedingt kaufen!

Christian Nork für N-Page.de

Vielen Dank an Nokia für die Bereitstellung der Testmuster





Packshot

Details

Publisher:
Gameloft

Developer:
Gameloft

Genre:
Shooter

Release:
31.03.2005

Multiplayer:
4

Screenshots:
(zum Vergrößern anklicken)

shot1

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