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Review vom 19.12.2005

  Pathway to Glory 2 - Ikusa Islands



WERTUNG:
88%
Altersfreigabe:
Frei ab 12 Jahre
Zu diesem Spiel: Wagen
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Meinungen:
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Wir nehmen die Socke eines GI, Standardmodell!
Im Pazifik herrscht Kriegt. Das Donnern der Granaten und Panzerfäuste macht aus dem sonst so idyllischem Gebiet ein Höllennest und mitten drin steht ihr, als Anführer einer Kompanie. Deine Mannen sind gewohnt zu kämpfen und sie lieben den Geruch von Napalm am Morgen. Die tapferen Soldaten haben reichlich Erfahrung in Europa gesammelt, aber der unerbittliche Krieg ist noch nicht zu Ende. Red Lynx hat sich wieder ans Werk gemacht und das Erfolgsspiel „Pathway to Glory" weiterentwickelt. Doch wie gut ist der Nachfolger wirklich?

Nach knapp einem Jahr erscheint schon der nächste Teil des rundenbasierten Strategietitels Pathway to Glory, welches nicht umsonst in der N-Page.de Rangliste noch immer auf der Pole-Position steht. Als das erste Spiel Anno 2004 erschien, war das Staunen groß. Ein komplexes Spielprinzip in einer einzigartigen Atmosphäre mit viel Stimmung und Action konnte auch so manchen Pressekollegen davon überzeugen, dass man es mit einem Spitzentitel zu tun hatte.

Die Entwickler haben nun den Spielern zugehört, Kritik und Anregungen erhalten und wollen mit Pathway to Glory 2: Ikusa Islands einen würdigen Nachfolger an die Front schicken.

Beginnt man das Spiel, kann man erneut seine Kampagne erstellen und hat kleine Einstellungen vorzunehmen, bevor man mit seinen Kameraden in der Pazifikregion landet. Hier warten die gefürchteten Soldaten Japans darauf, Beute zu fassen. Die Kämpfer aus dem Land der aufgehenden Sonne haben einen enormen Kampfgeist, was wohl der Hauptunterschied zum Vorgänger ist: Japaner verhalten sich eher wie mystische Krieger aus der Antike und kämpfen erbittert bis zum Tode. Mit dieser Neuerung wollte man alte Taktiken auf dem Kopf stellen und hat es auch geschafft. Die japanischen Soldaten kann man nun nicht mehr "im Sturm erobern", sondern man sollte eher eine defensive Haltung einnehmen.

In insgesamt elf Missionen gilt es nun, seine GIs durchzubringen. Diese wachsen einem erneut ans Herz und man erwischt sich dabei, nur wegen dem Verlust eines Soldaten eine gesamte Mission neu zu starten. In Sachen Erfahrungspunkte haben Red Lynx einiges geändert. So steigern die Soldtaten ihre Fähigkeiten je nach Kampfausgang, doch das ist nicht alles. Denn außer besseren Fähigkeiten auf dem Schlachtfeld ändert sich auch die Weise ihrer Kommunikation. Ein Major verhält sich komplett anders als ein Rookie, der nach jeder Entscheidung des Kommandanten sich fast in die Hose macht vor Angst. Der Spieler bekommt eine noch stärkere Bindung zu den Charakteren, was auch noch durch die Story hervorgehoben wird.

So gerät während der Kampagne der Truppenführer in japanische Gefangenschaft und muss in einer heroischen Rettungsaktion befreit werden. Doch die Soldaten tun dies nicht nur, weil es ihnen befohlen wird, sondern weil sie einen Freund retten wollen. Kein Wunder, denn sein Nachfolger ist sprichwörtlich ein menschlicher Klokasten.


Die speziellen Begabungen der unterschiedlichen Charaktere spielen auch im aktuellen Red Lynx Titel eine wichtige Rolle. Einen Sanitäter sollte man beispielsweise nicht mit schwerem Geschütz an die Front schicken, oder einem Bazooka-Kämpfer versuchen lassen, mit einem Scharfschützengewehr umzugehen. Zu Beginn jeder Mission ist genaues Planen erforderlich, wen man denn jetzt mitnimmt. Im Voraus weiß man meistens nämlich nicht, ob z.B. Panzer und schwere Artillerie vorhanden sind - eine Panzerfaust mehr kann die ganze Sache stark erleichtern.

Neuestes Spielzeug auf dem Schlachtfeld ist der Mörser. Diese Langstreckenwaffe ist ideal geeignet, um Gegnerheerscharen zu plätten oder feindliche Panzer zu knacken. Mörser-Einheiten sind die ideale Ergänzung des stark ausbalancierten Spielsystems. Es ist ein Zwischending aus Raketenwerfer und Luftschlag.

Alle Soldaten auf dem Schlachtfeld verfügen wie schon im ersten Teil über so genannte Aktionspunkte, die in einem Zug verbraucht werden können. Lässt man noch einige AP in der Hinterhand, so kann man Gegner in einen Hinterhalt locken. Es empfiehlt sich daher, nicht immer alle Punkte zu verbrauchen. So hat man einen perfekten strategischen Ausgleich, um einfallende feindliche Truppen zu erledigen, auch wenn man selbst nicht am Zuge ist.

Der erste große Kritikpunkt folgt aber: Durch die neue Art und Weise der gegnerischen Kampfhandlungen kann man sich in eine Ecke verstecken und darauf hoffen, dass der gesamte Trupp der Feinde nach und nach vorbeischaut und auf den Tod wartet. Eine wahre Gebäudeschlacht entbrennt. Hier heißt es Deckung suchen und darauf achten, dass diese nicht zerstört wird. Die KI der feindlichen Einheiten ist im normalen Modus um einiges schwacher als noch beim Vorgänger. Um auf ein härteres Niveau zu kommen, muss man das Spiel zunächst einmal durchgespielt haben, denn dann stehen weitere Schwierigkeitsstufen zur Wahl.

Auch sonst halten sich die Neuerungen im Singleplayermodus eher im Grenzen und mancher Spieler wird sich wie in einem Levelpack fühlen. Doch auch hier wird man von Anfang an gefesselt sein und will bis zum Ende seinen Mannen mit Rat und Tat beiseite stehen.

Steuerung:
Fünf sind für das MG gefundenes Fressen, einer ist Munitionsverschwendung.
Das Herzstück des Spiels ist die durchdachte Steuerung. Hier muss jede taktische Entscheidung genau überlegt werden. Ein Schritt zu viel kann für den unvorsichtigen Soldaten schnell den Tod bedeuten.
Die Tasten 1 und 3 dienen dazu, dass man zwischen den einzelnen Soldaten hin und her schalten kann. Die 5 ist das Hauptkommando, hiermit befehligt man seine Mannen. Mit der 6 aktiviert man das Zielkreuz, um selber Herr der Schussrichtung zu sein, wenn man z.B. Gebäude oder schwer erreichbare Soldaten beschießen will. Alle Soldaten verfügen neben einer Primär- auch über eine Sekundärwaffe. Diese kann man mit dem „Benutzen-Befehl" oder mit einem Druck auf die Taste 4 durchschalten.

Wie in jedem guten Strategiespiel muss man lernen, das Terrain für sich zu nutzen. Die Soldaten können drei verschiedene Haltungspositionen einnehmen. Stehen, in geduckter Haltung herumwandern oder sich kriechend durch den Schlamm robben.

Das hat alles seinen Sinn: Liegend hat der Kämpfer einen besseren Schuss, ist schwerer zu treffen, verbraucht aber mehr Aktionspunkte beim Kriechen und hat einen kleineren Sichtwinkel für Hinterhalte. Hier muss alles genauestens geplant werden.
Die 9 lässt je nach Cursor-Position den angewählten Soldaten in eine bestimmte Richtung schauen und mit der 7 kommt man ins Menü, während die 2, ganz wichtig, die Übersichtskarte anzeigt. Mit Hilfe der Karte erhält man einen klaren Vorteil in der gegnerischen Runde. Man hat das komplette Geschehen bestens im Blick.

Grafik:
Erschießt sie nicht, lasst sie verbrennen!
Viel konnte man nicht mehr verbessern. Denn die Optik war schon ideal aufs Spielgeschehen eingestimmt. Nur kleineren Details wie Strukturen oder Gebäude hat man noch den letzten Schliff verpasst. Die Soldaten werden gekonnt in Szene gesetzten und sind auch in den Begwegungsphasen gut animiert. Das alles ist stark realistisch gehalten und nichts für schwache Gemüter. Ikusa Island ist auch diesmal kein Spiel, welches man in Kinderhände geben sollte. Blutende Soldaten, verbrannte oder zerstümmelte Leichen, schreiende Feinde – hier bekommt man den Pazifik-Krieg im Hosentaschenformat. Und erneut bekam das Spiel eine Altersbeschränkung von "nur" 12 Jahren.

Das Spielgesehen alias Story wird erneut in kurzen Standbildern präsentiert, die mit einer Scrolltechnik bewegt aussehen. Mit der passenden Musik im Hintergrund ist alles schön abgerundet. Die Menüs sind übersichtlich und durchdacht. Bildschirmbedingt, ist die Größe der Schriftart etwas klein.

Sound:
Was hat er gesagt? - "Habe ich gewaschen Hände meine vor dem Essen...."
Der Soundtrack des Spiels gehört erneut in die oberste Liga. Was man hier zu hören bekommt, kann man sich auch gut und gerne als Soundtrack anhören. Die Soundsamples sind knackig und die Sprachausgabe sorgt für das nötige Flair. Diesmal ist das Kampfgeschehen in Japan, so dass wir Europäer nicht so viel davon verstehen können. Hier war der Vorgänger mit seinen kulturell näheren Stimmen eher für ein Schmunzeln, bzw. Entsetzen zu haben. Das gute alte "Pour la baguette" hat man diesmal nicht integriert.

Features:
Wir haben so viel Composit B und TNT, wir könnten die Brücke zweimal in die Luft sprengen.
Ein weiteres Mal bekommt man eine volle Packung. Ein neues Chat-System, inklusive Voice- und Text-Chat mit Freunden und Feinden sorgt dafür, dass man bei globalen Schlachten immer weiß, was Sache ist. Hier wurde Vorhandenes sinnvoll ergänzt. Auch den Feldfunk, ein vorkonfigurierbares Nachrichtensystem, hat man mit neuen Informationsinhalten bestückt. So kann man, auch wenn's hektisch wird, seinen Kameraden auf dem Schlachtfeld durch präzise Icons zeigen, wo sich gegnerische Einheiten in welcher Stärke und Natur befinden. Ikusa Islands ist ein ideales Spiel, um den Multiplayermodus über GPRS zu nutzen. Eine weltweite Rangliste zeigt, wer der beste GI auf dem weltweitem Krisengebiet ist.

Multiplayer:
Doch auch im Bluetoothmodus profitiert man von diesen Features. So können bis zu sechs Spieler an einem lokalen Duell beteiligt sein. Schafft man es nicht auf diese Anzahl von Spielern mit N-Gage und Ikusa Islands, dann hat man noch die Möglichkeit, über Hotseatmodus mit nur einem N-Gage gegen die gleiche Anzahl an Mitspielern zu zocken.

Fazit:
Pathway to Glory: Ikusa Island ist eine gelungene Fortsetzung eines erfolgreichen Spielprinzips. Doch der bittere Nachgeschmack, alles schon mal gesehen zu haben, kann mancher Spieler nicht leugnen. Die KI ist gänzlich anders gehalten und man muss sich als Kenner der Serie erst damit anfreunden. Ansonsten bekommt man ein Spiel der Spitzenklasse mit reichlich Atmosphäre, einem genialen Soundtrack und spaßigem Multiplayermodus. Schade, das erneut der Singleplayermodus etwas kurz geraten ist. Denn einmal vom Spielfieber gefesselt, lässt einen Ikusa Islands nicht so schnell wieder los.

Kevin Jensen für N-Page.de

Vielen Dank an Nokia für die freundliche Bereitstellung der Testmuster





Packshot

Details

Publisher:
Nokia

Developer:
Red Lynx

Genre:
Strategie

Release:
4.Quartal 2005

Multiplayer:
6

Screenshots:
(zum Vergrößern anklicken)

shot1

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