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Review vom 08.12.2005

  Mile High Pinball



WERTUNG:
87%
Altersfreigabe:
Frei ab 0 Jahre
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Der Berg ruft!

Eines der urklassischen Gernes der Gameindustrie, das ist die Flipperei. Das hat nichts mit irgendwelchen Delfinen und Kunststückchen zu tun ("Denn er ist Flipper, Flipper, Flipper..."), sondern mit Kugeln, Bumpern und vielen, vielen Punkten. Kaum eine Konsole, die bisher nicht von einem der blinkenden Geldschluckmaschinen heimgesucht wurde. Ob es die bekannte Pinball Dreams Reihe für den Amiga war oder so kuriose Spiele wie House of the Dead Pinball für den Game Boy Advance. Sogar Mario hatte die Ehre, als Ball in einem kunterbunten Pinball-Vergnüngen die Hauptrolle zu spielen. Klar, dass hier der Nokia N-Gage nicht zurückstehen will und so erscheint rechtzeitig zum Weihnachtsgeschäft ein "kurioses" Spiel namens Mile High Pinball, das nicht nur seinem Namen alle Ehre macht, sondern auch mit zahlreichen Extras, Kleinigkeiten und liebevollen Details für Spaß und Überraschungen sorgt.

Das Spielprinzip ist denkbar einfach: Der Spieler hat die Aufgabe, sich in einem 80 Tische umfassenden Pinball-Turm bis ganz nach oben zu flippern. Richtig "sterben" kann man dabei nicht, wer im allerersten Tisch kaputt geht, der sollte das Spiel sowieso gleich wieder aus der Hand legen und sich fragen, warum er überhaupt zur videospielenden Zunft gehören will, mit den zwei linken Händen.
Auch wenn es jetzt einfach klingt: Trotz der schier unendlichen Leben soll es nicht abwärts, sondern immer weiter nach oben gehen. Anfangs geht das auch noch fast wie von selbst, doch bereits nach kürzester Zeit tauchen die ersten Rätsel und Spielereien auf, die einen im späteren Verlauf noch zur Weißglut treiben können. In der untersten Wald-Region müssen zum Weiterkommen bunte Knospen zum blühen gebracht werden, später, im Weltall, warten finstere Roboter-Aliens auf den Spieler. Doch keine Angst, Hilfe naht in Form von Power Ups, die entweder den Kugel-Schaden verstärken, die Punkte erhöhen oder mehr Geld bedeuten. Wie, Geld? Genau, denn mit dem schnöden Mammon lässt sich so einiges im Items-Shop anfangen. Neue Power Ups braucht das Land, die Auswahl ist so vielfältig, dass sie den Rahmen dieses Testberichtes sprengen würde. Man sollte sich überraschen lassen, was die Entwickler so alles in das Spiel gepackt haben.

Zu Beginn wählt man zunächst einen Speicherplatz und das Aussehen seiner Kugel. Weitere Kugeldesigns lassen sich durch Freispielen hinzugewinnen, hat man den Turm irgendwann geschafft (was dauern kann!) steht der Extrem-Modus zur Verfügung. Außerdem haben es die Nokia-Jungs geschafft, einen Tisch-Editor beizufügen, der es erlaubt, stinknormale Flipper-Buden selber zu kreieren und anschließend an seine Freunde weiterzugeben. Ob per Bluetooth oder N-Gage Arena.


Im Laufe des Spiels gilt es, Medaillen zu sammeln, Power-Ups in den virtuellen Schrank zu legen und Bonus-Level zu meistern. Letztere sind eine Hommage an alle bisherigen N-Gage-Titel und beinhalten Themen wie einen Pathway to Glory Panzer oder Kämpfer aus dem Spiel ONE (welches, der deutschen Übersetzung sei dank, als "EINS" firmiert. Aus "SNAKES" wurde ebenso kurzerhand "SCHLANGEN" gemacht. Niedlich!). Ganz einfach zu finden sind diese Extratische nicht, haben sie sich doch einfach unsichtbar gemacht und sind entweder per Zufall oder per Power-Up zu finden. Wenn man jedoch einmal drin ist gilt es, das Wichtigste im ganzen Spiel zu tun: Punkte über Punkte sammeln! Denn am Ende entscheidet dieser Stand, wer Mile High König ist, sofern man die Zahl in die N-Gage Arena transferiert.

Beim Spielspaß ist Mile High Pinball ein echter Dauerbrenner. Immer mal wieder zwischendurch eine weitere Ebene freigeflippt, das macht Laune! Selbst beim Meistern des Turmes ist durch die Highscore immer noch der Ehrgeiz gegeben, wirklich alles zu finden und am Ende doch noch ein paar Quentchen mehr aus der Highscore zu quetschen.
Trotz der Lobhudelei hat das Spiel leider auch ein paar Schattenseiten. Die Bonus-Level lassen sich nicht extra anwählen und auf ein manchmal wirklich notwendiges "Ich rüttel am Tisch bis diese blöde Kugel runterfällt"-Move hat man auch verzichtet. Dafür löst sich der Ball nach einer Weile aus jeder noch so prekären Lage und flutscht zurück auf die zwei oder drei oder vier oder mehr Flipper, die hungrig schnappend auf ihn warten. Und: Realismus kann man kaum erwarten, trotz des guten und einigermaßen realistischen Kugelverhaltens.

Steuerung:
Viel muss man bei einem Pinball-Game eigentlich nicht sagen. Linker Flipper, Rechter Flipper, fertig. Fast zumindest, für die Aktivierung der Power-Ups ist schließlich noch die 9 zuständig. Hält man diese gedrückt, kann man zwischen den verschiedenen Fähigkeiten wählen. Es wäre jedoch besser gewesen, wenn nach Loslassen der Taste nicht gleich die angewählte Fähigkeit ausgelöst wird, sondern ein zusätzliches Bestätigen von Nöten gewesen wäre.


Grafik:
Zweckmäßig, dafür bunt und übersichtlich, das ist der Grafikstil von Mile High Pinball. Besondere Tricks oder Herausforderungen an die N-Gage Hardware gibt es kaum, dennoch kommt es ab und an zu leichten Slowdowns. Beim Wechsel der Tische läd das finnische Dönertier außerdem manchmal etwas entschieden zu lang, was den Spielfluss kurzzeitig mindert.
Die Hintergründe sind jedoch über jeden Zweifel erhaben und präsentieren sich abwechslungsreich und teilweise auch so süß animiert, dass man immer wieder neue Kleinigkeiten wie einen sich bewegenden Fahrstuhl entdeckt.


Sound:
Richtig gut ist der Soundtrack gelungen: Schöne, abwechslungsreiche Melodien, die man ab und an auch einfach so nebenher laufen lassen kann, erfreuen das Zockerohr. Jede Ebene verfügt über eine individuelle Musik. Im Wald erklingen eher sanfte Flötentöne, während im All der Techno-Fuzzi Samba tanzt.
Leicht abfallen müssen leider die Soundeffekte, gerade die Bumper klingen eine Spur zu technisch. Sprachausgabe sucht man ebenfalls vergebens, diese hätte dem Ganzen noch etwas mehr Pfeffer in den Hintern streuen können. Aber man kann auch nicht immer alles haben...

Features:
80 Tische, Autosave, Editor, freispielbare Kugeln, viele Arena-Modi... Mile High bietet so ziemlich alles, was das Herz eines Pinball-Fans begehren kann! Lange Spielzeit ist garantiert. Und wem die eingebauten Tische, die man leider nicht direkt anwählen kann, zu langweilig werden, der erstellt sich ruck zuck einen eigenen... (Anm. der Red.: mit Blackjack... und Bumpern).
Interessant ist die Integration der N-Gage Arena. Neben der Möglichkeit, die eigenen Tische ins Internet zu laden und neue zu bekommen, kann man u.a. Nachrichten hinterlassen (kommt auch gut, wenn man gerade mitten im Kampf mit einem Roboter ist und plötzlich erscheint ein "Wer das liest ist doof") oder seinen Freund für sich weiter spielen lassen. Ja, richtig gelesen: Wer partout nicht weiter kommt, läd seinen Spielstand nach oben und jeder mit dem richtigen Passwort kann an dieser Stelle weiterspielen, um dem verzweifelnden Flipper-Zocker unter die Arme zu greifen.


Multiplayer:
Selten findet man bei einem Flipperspiel die Möglichkeit, gegen Freunde anzutreten, doch bei Mile High Pinpall ist dies der Fall. Man arbeitet sich parallel den großen Mile High Turm hoch und kämpft um den Highscore. Befindet man sich auf unterschiedlichen Ebenen, kann man nicht miteinander interagieren. Doch wenn beide Spieler zeitgleich in ein und demselben Level sind, können sie zum Beispiel den generischen Ball wegstoßen und sich andere Tricks überlegen.

Fazit:
Packend, spannend und im Prinzip fast schon ein Spiel für die Ewigkeit: Mile High Pinball ist eindeutig eins der N-Gage Highlights des Jahres 2005. Schöne Grafik, tolle Musik und ein Gameplay machen das Spiel zu einem Muss, das man immer wieder mal in den N-Gage werfen kann, um eine weitere Runde zu zocken. Selbst Flipper-Hasser sollten diesem genialen Stück Software eine Runde gönnen. Sie werden es nicht bereuen.

Christian Nork für N-Page.de
Vielen Dank an Nokia für die freundliche Bereitstellung der Testmuster





Packshot

Details

Publisher:
Nokia

Developer:
Nokia

Genre:
Geschicklichkeit

Release:
Oktober 2005

Multiplayer:
1-2 Spieler

Screenshots:
(zum Vergrößern anklicken)

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