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Review vom 15.06.2004

  Ashen



WERTUNG:
86%
Altersfreigabe:
Frei ab 16 Jahre
Zu diesem Spiel: Wagen
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Meinungen:
5 Kommentare
Komplettlösung
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Fürchtet euch!
Die Zeit des Wartens ist vorüber, doch die schlaflosen und albtraumumwanderten Nächte werden erst jetzt beginnen! Denn Nokia lässt den potentiellen Hit-Kandidaten, den Horror-Shooter Ashen auf die Öffentlichkeit los! Seit der Ankündigung und der Präsentation des ersten Bildmaterials hat das Spiel für große Aufregung gesorgt, doch kann es dem Hype gerecht werden?


Als wir auf der CeBIT 2004 das erste Mal die Alpha-Version Ashen anspielen durften, war die Euphorie groß. Flüssige Animationen von denen John Romero nur träumen kann. Eine düstere, musikalische Atmosphäre, die zusammen mit den sehr realistischen Sound-Effekten einem das Blut in den Adern gefrieren lies. Nun steckt die Verkaufsversion im finnischen Spieleterminal und wir können endlich berichten, welches Potential wirklich in Ashen steckt!

Beginnt man das Spiel, so wird man im Hauptmenü erst einmal mit einer großen Optionsvielfalt überschüttet. Fast alles ist nach Belieben einstellbar, ob Sprache, Sound, Helligkeit, Kontrast und vor allem Steuerung. Hier wurde mitgedacht und für den kontrastreicheren Bildschirm des QD vorgesorgt. Auch die N-Gage Arena Funktionen können hier genutzt werden. Diese sind jedoch limitiert auf die Eintragung in der weltweiten Bestenliste.

Von den Funktionen starten wir nun endlich ein neues Spiel. Wurde der passende Schwierigkeitsgrad ausgesucht, wird die tragische Geschichte um Siebenstromstadt erzählt und mit Standbildern untermalt. Die Kurzfassung der Story ist, dass die Schwester unseres Helden (mit Namen Vanessa) zusammen mit einem Wissenschaftler-Kollegen ein Tor in eine andere Dimension geöffnet hat. Doch etwas ist schief gelaufen und sie haben die Kontrolle verloren - und die fremde Welt namens Maqabir verschmilzt nun langsam mit der unsrigen. Gefährliche und düstere Wesen, welche diese fremde Welt bewohnen, haben Vanessa entführt. Du (ein Ex-Soldat namens Jakob Ward) bist der Einzelkämpfer auf deinem Streifzug zwischen Wahnsinn und Horror, um deine Schwester und die Welt zu retten.

Lovecraft trifft John Sinclair
Schon im ersten Level zeichnet sich Ashen als sehr düsteres und stimmungsvolles Spiel aus. Nur mit einer Pistole bewaffnet befindet man sich in einer Art Kellergewölbe, das schon zu Beginn die grafischen Fähigkeiten des Horror-Shooters erahnen lässt. Detailreiche Umgebungen, Licht- und Schatten-Effekte und ordentliche Texturen versetzen einen beim ersten Anspielen und dank des flüssigen Bewegungsablaufes ins Staunen. Auch die Soundeffekte, ob es jetzt beim Abfeuern der Waffe oder beim Nachladen ist, können durch die hohe Qualität überzeugen und tragen zur guten Gesamtstimmung bei. Krallt euch euren N-Gage, wartet, bis es draußen schön dunkel und finster ist, dimmt die Beleuchtung, Kopfhörer rein und ihr habt die passende Atmosphäre für Ashen erzeugt. Wenn nun der nächste Gegner urplötzlich auftaucht, solltet Ihr aufpassen, nicht vor Schock daneben zu schießen, denn das könnte schnell euer Todesurteil bedeuten.

So kämpft Ihr euch durch die 8 großen Welten, die in mehrere Abschnitte unterteilt sind. Gespeichert wird immer nach einem solchem Abschnitt. Eine Quick-Save Funktion gibt es leider nicht. Je weiter ihr im Spiel vorankommt, desto besser wird eure waffentechnische Ausrüstung. Insgesamt stehen 9 verschiedene Meinungsverstärker zur Wahl. So z.B. eine Alienwaffe, Doppelpistolen, Raketenwerfer, Schrotflinte, Scharfschützengewehr etc. Wobei potentielle Scharfschützen im Spiel weniger auf Ihre Kosten kommen, ist das Gewehr mit dem Fernrohr leider etwas misslungen.
Die KI der Gegner ist recht annehmbar: Sie verfolgen euch durch die Level, schleichen sich manchmal unbemerkt an (was für den einen oder anderen Schockeffekt sorgt) und stellen nicht nur in Horden eine annehmbare Bedrohung dar.

Im späteren Verlauf des Spiels lässt das optisch gute Leveldesign nicht nach. Nur die „Rätsel“, wenn man sie so nennen möchte, lassen etwas zu wünschen übrig. Ein paar Schalter hier, ein paar Umwege da. Obwohl es Interaktionsmöglichkeiten gibt, bleibt der Spielverlauf im Groben und Ganzen recht linear. Auch die „innovative“ Geistersichtbrille, ist im Endeffekt nicht so spektakulär, wie zunächst angenommen bzw. angekündigt. Im Grunde ist sie mehr als ein Nachsichtgerät zu verwenden, in dunklen Räumen sorgt sie für bessere Sicherverhältnisse. Große „Geheimnisse“ kann man jedoch nicht damit entdecken. Ab und an einen unsichtbaren Gegner erledigen oder in einem bestimmten Level Missionsgegenstände finden ist das Höchste der Gefühle. Hier wäre durchaus mehr Potential drin gewesen, was leider auch die Wiederspielbarkeit des Spiels senkt. Mehr Secrets wären wünschenswert. Insgesamt vermittelt jedoch Ashen ein sehr gutes Spielgefühl, welches für den Handheldsektor in Sachen Ego-Shooter einmalig ist. Ein wenig trübt die kurze Spieldauer, denn ein erfahrener Spieler kann recht schnell große Erfolge erzielen. Doch wer den Hardmodus bewältigen möchte, muss schon eine harte Nuss knacken. Außerdem gibt es dann noch die Weltrangliste - Und da spielen Profis mit!


Steuerung:
Die volle Kontrolle ist das Motto, denn die Steuerung des Spiels ist frei wählbar und je nach Belieben optimal einstellbar. Wie ihr nun eure Tastenbelegung anordnet, ist jedem selbst überlassen. Der Charakter an sich steuert sich sehr flüssig und koordiniert durch die Level, sowohl auf dem klassischen N-Gage als auch auf dem QD. Mit Krücken wie Red Faction absolut nicht vergleichbar!

Grafik:
Hier hatten schon die ersten Screenshots für helle Begeisterung gesorgt. Und was die Entwickler aus dem Hause Torus auf den N-Gage gezaubert haben, ist im Handheldsektor bisher einmalig. Eine (fast) vollkommen flüssige 3D Engine, die durch und durch überzeugen kann. Ob es nun die Lichteffekte im Level oder beim Abfeuern einer Waffe sind, eine „Geistersichtbrille“, die für visuelle Abwechslung sorgt - all das kann das Gesamtbild positiv beeinflussen. Zu Slowdowns kommt es vereinzelt und auch nur dann, wenn man einen Haufen Munition aufsammelt, große Polygonmodelle wie die Kathedrale betrachtet oder einer Horde Monster gegenüber steht. Schade ist, dass es nur so wenige Gegnermodelle gibt (weniger als 10).
Zwar sind die Waffen etwas verpixelt, können durch ihre sagenhaften Animationsphasen jedoch wieder überzeugen und stellen kein Ärgernis da, wie es auf manchen Screenshots schien.

Sound:
Die Kompositionen von Ashen sind für ein Spiel aus dem Handheldbereich genauso einmalig wie die Grafikengine. Orchestrale Klänge, welche das Midi-Gepiepse anderer tragbarer Konsolen vergessen lassen sorgen dafür, dass die Atmosphäre stehts spannend bleibt. Manche Stücke, wie das auf dem Dach der Kathedrale, laufen in der N-Page-Redaktion inzwischen rauf und runter!
Die knackigen Soundeffekte mit dem überaus genialen "Ich lasse meine Patronen auf den Boden fallen, dass es nur so scheppert"-Effekt überzeugen, auch wenn die Schüsse oft recht ähnlich klingen.

Features:
N-Gage typisch ist auch bei Ashen in Sachen Features nicht gespart worden. Sprachauswahl und mehrere Speicherstände gehören schon zum Standard des finnischen Dönertiers. Darüber hinaus kann sich der überragende Zocker in die N-Gage Arena Bestenliste eintragen.

Multiplayer:
Darauf haben wir gewartet! Flüssige und spannende Bluetooth-Multiplayer-Duelle. Packt Red Faktion weg oder besser noch, verkauft es wieder, denn Ashen ist auch hier weit überlegen. Zwar gibt es leider nur 4 verschiedene Multiplayerlevel und nur wenige einstellbare Spielmodi, dennoch haben wir hier einen eindeutigen Spielspaßgarant. Hier heißt es: Möge die Schlacht beginnen! Schnappt euch euren N-Gage, trefft euch mit euren Freunden und der sonst langweilige Sonntag-Nachmittag ist gerettet. Bei unserem Test kam es uns jedoch so vor, als ob der Host des Spiels einige Vorteile in Sachen Geschwindigkeit gegenüber den beigetretenen Spielern hatte - ruckelte das Vergnügen bei den teilnehmenden Spieler ab und an doch merklich.

Fazit:
Was Torus Games hier mit Ashen zeigt, gab es im Handheldsektor bisher nicht. Ich selbst behauptete von mir, ein Ego-Shooter Muffel gewesen zu sein, doch Ashen hat mich davon überzeugt, dass es sehr wohl möglich ist, auch auf tragbarer Ebene ein Spiel mit gelungener Atmosphäre und hoher Spielbarkeit zu erschaffen. Über kleinere Mängel (Spieldauer und geringe Wiederspielbarkeit) kann man leicht hinweg sehen, denn dieses Game hat Suchtpotential. Shooter-Fans und Action-Freunde aufgepasst, Ashen sollte in eurer N-Gage Sammlung nicht fehlen!

Kevin Jensen für N-Page.de
Vielen Dank an Nokia für die freundliche Bereitstellung der Testmuster





Packshot

Details

Publisher:
Nokia

Developer:
Torus Games

Genre:
Shooter

Release:
Juni 2004

Multiplayer:
1-4 Spieler

Screenshots:
(zum Vergrößern anklicken)

shot1

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