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Review vom 12.02.2006

  Civilisation



WERTUNG:
75%
Altersfreigabe:
Frei ab 6 Jahre
Zu diesem Spiel: Wagen
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Komplettlösung
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S.P.Q.R - Senatus Populusque Romanus
Hast du Führungspotential? Als Herrscher eines ganzen Volkes, solltest du aber! Mit Civilization auf dem N-Gage macht man nicht nur im Sinne der Videospielgeschichte eine Zeitreise in die 90er. Sid Meier hat damals die ersten beiden Version des berühmten Aufbaustrategiespiels ins Leben gerufen und bis heute hat der Programmierer aus Detroit, weltweit über 2,5 Millionen Exemplare der Spiele an den Mann bringen können. Umso erfreulicher ist es, dass die kleine N-Gage Fangemeinde nun auch in den Genuss eines solchen Topsellers kommen kann. Haben wir es mit einer gelungenen Umsetzung des Klassikers zu tun oder hatte Darwin ein Wort mitzureden?

Civilization auf dem N-Gage kehrt zurück zu den Anfängen des Spiels. Hier hatte man eine noch überaus zweckmäßige Grafik, gepaart mit komplexen Funktionen und einem tiefgründigen Gameplay. Doch wie schafft man es ein derartig umfassendes Spiel nun in die Hosentasche zu bannen, ohne dabei den Kern zu beschädigen?

Das Spiel beginnt genauso wie auf dem üblichen Computerbildschirm. Man sucht sich ein Volk aus, wählt den Schwierigkeitsgrad und nennt die Anzahl der Kontrahenten. Als kleines Urzeit-Dörfchen gilt es nun mit allen Mitteln der Forschung, Diplomatie, Kriegskunst, Bevölkerung und ein bisschen Glück, sich als stärkstes Volk durchzusetzen und den Sieg zu erringen. Dies kann auf verschiedene Weise von statten gehen. Zunächst kann man den Kriegsgott spielen und einfach alle Gegner ausrotten. Wem das zu gewalttätig ist, kann auch versuchen alles diplomatisch zu regeln und bis zum Jahre 2020, wertungstechnisch besser dazustehen, oder womöglich als friedlicher Forscher versuchen als Erstes eine Kolonie im Weltraum zu gründen und somit Herrscher einer eigenen neuen Welt zu werden. Welches Ziel man wählt und wann man dies tut, ist dem Spieler frei überlassen, doch bis dahin vergeht noch einiges an Zeit.

Also beginnt man sein eigenes Reich aufzubauen. Zunächst sollte man versuchen mit einigen Siedlern, kleinere Dörfchen aufzubauen und die Forschungen beginnen. Nach und nach lernt man so neue Techniken, die das Leben ein wenig leichter machen. Ob nun Sachen wie Töpferei, Kartenzeichen, Kriegskünste oder Regierungsformen gewählt werden, ist auch dem Spieler überlassen und erst wenn man einen bestimmten Forschungsstand hat, kann auch eine weitere Technologie oder Regierungsform gewählt werden. Eine hilfreiche Auflistung der verschiedenen Effekten und Nutzfaktoren hilft dem Spieler weiter, ebenso wie ein Berater, der vor jedem neuen Forschungsstrang eine Empfehlung ausspricht. Während der Reise auf der Weltkarte kann es passieren, dass man kleine braune Hütten findet. Hier geschehen Zufallsereignisse, die dem Volk einen gewissen Vorsprung verschaffen können. Was genau passiert, ob man ein Gratis-Dorf gründen kann, einen neuen Fortschritt findet oder von Barbaren überfallen wird ist reine Glückssache.

Je höher die Population ist, desto mehr Einkünfte erhält man und desto schneller kann man Forschen und das exponentielle Wachstum geht immer schneller voran. Doch man sollte Vorsicht walten lassen, denn je weiter man sich auf der Karte ausbreitet, desto wahrscheinlicher ist es, dass man auf andere Völker trifft. Diese können friedlich gestimmt sein und eine diplomatischen Nutzen bringen. So kann man Technologien austauschen, Allianzen bilden, etc.. Auf der anderen Seite können Sie auch den Anfang vom Ende bedeuten, wenn diese übermächtig und feindselig sind. Planungen, wie man sein Volk vergrößert, als auch militärisch verteidigt, gehören somit zur Tagesordnung. Für die Städte gibt es eine nette Auto-Funktion, die man einstellen kann, dass vorteilhafte Bauten automatisch errichtet werden.
Hat man einen gewissen Stand der Forschung erreicht, kommen so genannte Weltwunder mit ins Spiel. Diese können nur einmal gebaut werden und hier heißt es seinen Kontrahenten einen Schritt voraus zu sein und die Vorteile zu nutzen. Jedes „Weltwunder“ von den hängenden Gärten, über die Kreuzzüge des Mittelalters bis hin zu den Vereinten Nationen bringt Vorteile und sorgt ein Stückweit für den Erhalt der Machtverhältnisse. Sollte jedoch ein Dorf oder eine Stadt durch einen kriegerischen Akt verloren gehen, können auch die Weltwunder erobert oder zerstört werden.

Das spannende am Spiel ist es, dass man durch die gesamten Epochen bis hin zu Zukunftsszenarien spielen kann, sein Volk leitet und frei entscheidet wie man dies tut. Egal ob Mittelalterfans oder Sci-Fi Genossen, jeder bekommt ein Stück vom Kuchen und kann gefallen am Spiel finden. Die Spielzeit kann je nach Handlungen des Spielers variieren und da man jedes mal ein völlig zufallsgeneriertes Spiel bekommt, ist der Widerspielbarkeitswert sehr hoch und man wird sich dabei ertappen, einen weiteren Versuch zu starten um diesmal noch besser zu sein.

Doch bei der Konvertierung von groß auf klein ist nicht alles so glatt gelaufen, wie man sich das erhofft hat. Das größte Problem ist es wohl, dass durch die kleine Screengröße die Übersicht verloren geht. So sollte man oftmals vor seinen Zügen, die Umgebung untersuchen und schauen, wo sich die Feinde befinden. Diplomaten, Entdecker, etc. sind fast unumgänglich. Auch die Steuerung ist sehr gewöhnungsbedürftig und es bedarf einige Zeit der Eingewöhnungsphase, bis man alles perfekt im Griff hat. Zum Glück gibt es Automationsfunktionen für Städte, Siedler und Krieger. Diese müsste man sonst Schritt für Schritt über die großen Karten wandern lassen.

Steuerung:
Nimmt man das Spiel das erste Mal in die Hand, wird man von der Komplexität und Vielfalt der Steuerung quasi erdrückt. Ein Blick in die Anleitung hilft weiter, dennoch braucht man einiges an Gewöhnungszeit, bis man sich vollends an die Steuerung gewöhnt hat. Besonders das Navigieren der Einheiten auf der Karte ist anfänglich ein Problemfaktor, welcher sich löst, wenn man mehrere Städte hat und die Einheiten mit Autobefehlen von Stadt zu Stadt pilgern lassen kann.

Grafik:
Back to the roots! Was früher mein Pentium zum Laufen brachte, hab ich nun in der Hosentasche. Die Grafik des Spiels wurde Detailgetreu umgesetzt und man fühlt sie so, als hätte man das Original im Miniformat. Natürlich ist dies nicht mehr auf der Höhe der Zeit, doch hier geht es um den Nostalgiewert und das Spielprinzip und nicht um eine moderne Optik. Retro-Freunde werden sich sofort heimisch fühlen.

Sound:
Das Schweigen im Walde. Viel bekommt man bei diesem Spiel nicht zu hören. Trubelgeräusche, wenn ein Dorf gegründet oder ein Weltwunder errichtet wird. Musik hat man wohl vollends vergessen, denn auch während der eigenen Züge hört man nix. Schade eigentlich, hier gibt es noch einiges an Verbesserungsmöglichkeiten.

Features:
Ein lang andauerndes und komplexes Spielprinzip mit zahlreichen Evolutionsphasen, Forschungsmöglichkeiten, Kriegseinheiten, etc. gebündelt mit zufallsgenerierten Leveln und Ereignissen. Jedes neues Spiel ist komplett anders und man ist mit Civ einige Zeit beschäftigt, sollte man Gefallen am Spielprinzip finden. Leider wurde komplett auf einen Multiplayermodus verzichtet.


Fazit:
Civilization ist ein Klassiker, der sich ideal dazu eignet Hosentaschentauglich gemacht worden zu sein. Es ist einfach ein Spiel, dass man immer mal wieder auspackt und einfach ein neues Spiel von Anfang bis Ende spielt. Die Tatsache, dass es nahezu komplett non-linear ist, erhöht die Langzeitmotivation und den Spielspaß. Dennoch sollte man nicht außer Augen verlieren, dass es sich um einen Klassiker handelt und man am Spielprinzip und am Nostalgiefaktor gefallen finden sollte. Hat man die ersten Hürden des Verstehens und der Steuerung überbrückt, wird man einige Zeit vor dem N-Gage gebannt sein.

Kevin Jensen für N-Page.de

Vielen Dank an Nokia für die Bereitstellung der Gold-Version.





Packshot

Details

Publisher:
Nokia

Developer:
Nokia

Genre:
Strategie

Release:
1.Quartal 2006

Multiplayer:
nein

Screenshots:
(zum Vergrößern anklicken)

shot1

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