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Leserinterview mit Ulrich Steppberger von der MobileGamer




Im Forum hatten die Leser des PortableGaming-Netzwerks die Möglichkeit Ulrich Steppberger von der MobileGamer mit Fragen zu löchern. Was ihr alles wissen wolltet und was darauf geantwortet wurde findet ihr hier im Leserinterview.

PorableGaming-Leser: Magazine wie EDGE oder MangasZene besitzen sehr aufgeräumte Cover, nur wenig Text und dafür ein oftmals Herraustechendes und vor allem vollständiges Motiv. Selbstverständlich seid ihr ein kleineres Magazin, doch auch letztgenanntes kommt in späteren Abständen und hat dennoch eine große Leserschaft. Auch die PC Zeitschrift Gamestar bietet im Abo ein Covermotiv, welches kaum durch Schrift verdeckt wird. Wäre es für euch interessant vielleicht das Layout dahingehend zu verändern und wenn nein, warum nicht? Ist es nicht viel eher so, dass die Leser, ob Jung oder Alt, nicht gerade solche Zeitschriften eher bevorzugen, die einen nicht gleich anschreien "Kauf mich oder Stirb!"?

Ulrich Steppberger: Das Argument kennen wir und in einer idealen Welt würden wir sicher gerne ein stylishes Cover eher machen aber im echten Leben geht das nicht. Die MangaSzene kann ich schwerlich als Vergleich heran ziehen, weil die einfach an ganz anderes Segment bedienen, das mit Videospielern nur bedingt zu tun hat. Aber ohne genaue Zahlen nennen zu wollen: Klar sieht die Edge hübsch aus, aber die verkauft auch nicht annähernd in Stückzahlen, mit denen wir leben könnten, was auch bei vergleichbaren anderen Heften so zutrifft. Die Gamestar wiederum hat bereits einen so großen Kundenstamm, dass die sich viel mehr erlauben können wobei da natürlich ganz wichtig ist, dass die auch nur bei Abos (also garantierten Käufern) diese Gestaltung vornehmen. Ich würde sagen, die Realität sieht einfach so aus, wie man es nicht unbedingt haben will: Die „Kauf mich oder stirb“ Hefte gehen tatsächlich besser (schau dir z.B. Computer Bild Spiele oder die ganzen
PC-Anwender Hefte an, da gibt’s ja kaum noch Motiv neben den Headlines) und in Schönheit zu sterben bringt niemanden etwas.

PorableGaming-Leser: Mit welchen Programmen schreibt ihr erst eure Tests und Layoutet sie
schließlich?

Ulrich Steppberger: Nichts ungewöhnliches, Texte werden meist erst in Word gefasst, die Layouts machen wir (noch) mit Quark XPress auf dem Mac.

PorableGaming-Leser: Wie viel Zeit nimmt schließlich die Gestaltung des Magazins, das zusammenbringen der Reviews/Previews etc. ein, also die gesamte Layoutgeschichte?

Ulrich Steppberger: Nachdem wir eine uniforme Grundgestaltung für die meisten Rubriken haben, hält sich der Aufwand in Grenzen, so richtig in Zeit-Einheiten kann ich das gar nicht sagen, weil das quasi meist „nebenbei“ mit erledigt wird. Für aufwändigere Sachen wie Previews und Specials haben wir ja Layouter, die uns nach Anlieferung des Materials die gestalteten Seiten schicken wie lang die dann daran werkeln, kann uns demnach egal sein.

PorableGaming-Leser: Wann wird es eine Abo Möglichkeit geben?

Ulrich Steppberger: Das kann ich leider nicht sicher sagen, aber vermutlich nicht so schnell.

PorableGaming-Leser: Warum ist die MobileGamer so schlecht im Zeitschriftenhandel zu bekommen?

Ulrich Steppberger: Auch dazu kann ich nicht viel sagen, die Tücken des Vertriebs sind für uns hier schwer nachzuvollziehen. natürlich ist es einfach so, dass geringere Auflagen weniger Verbreitung haben, aber wir tun unser Bestes.

PorableGaming-Leser: Warum hat ein Print Magazin eine Partnerschaft mit einer Internet Seite?
Nur wegen der Werbung oder werden auch Inhalte und Infos ausgetauscht?

Ulrich Steppberger: Warum nicht? Wird dadurch wirklich für irgendwen irgendwas schlechter? Bislang geht es einfach um gegenseitige Bekanntmachungshilfe, nachdem die Zielgruppen ja recht ähnlich sind… wieso das von einigen Leuten sofort negativ gesehen wird, ist für mich nicht nachvollziehbar.

PorableGaming-Leser: Welche Game Zeitschrift sehen sie als Konkurrenz an?

Ulrich Steppberger: Ich denke, in dem Segment gibt es kein vergleichbares anderes Magazin, das wirklich alle wichtigen Systeme bedient.

PorableGaming-Leser: Ist es tatsächlich möglich, hauptberuflich aus Redakteur für eine Spielezeitschrift zu arbeiten?

Ulrich Steppberger: Klar. Wäre ja auch schlimm für die Angestellten des Verlags, wenn nicht.

PorableGaming-Leser: Ich könnte mir das relativ schwierig vorstellen, weil ich nicht weiß, welche Tätigkeiten insgesamt in ihren Zuständigkeitsbereich fallen.

Ulrich Steppberger: Na ja, mit den Tätigkeiten hat das an sich ja nur begrenzt zu tun, nur am Ende muss halt genug Geld auf dem Gehaltskonto eintrudeln.

PorableGaming-Leser: Können sie ihr Tätigkeitsfeld etwas näher erläutern und uns damit eine Übersicht geben - zum Beispiel einen typischen Tagesablauf?

Ulrich Steppberger: Einen strikten Ablauf gibt es weniger, aber einigen Sachen fallen immer wieder an: PR Kontakte abtelefonieren und nach Neuigkeiten und Testmustern fragen, Artikel verfassen, recherchieren, Screenshots schießen, Layouts bearbeiten, Texte schreiben und natürlich Spiele spielen wobei letzteres bei weitem nicht der Hauptanteil ist bzw. häufig auch in der Freizeit gemacht wird.

PorableGaming-Leser: Welche Voraussetzungen müssen erfüllt sein, um bei ihnen als Redakteur arbeiten zu können?

Ulrich Steppberger: Arbeitswillig sein und nichts gegen Überstunden bzw. benötigte Spielzeit in der Freizeit haben, das ist schon mal Pflicht. Ansonsten natürlich Teamfähigkeit und vor allem eine sehr gute Schreibe so wie Englischkenntnisse gehören ebenso dazu und eine gute Schulbildung schadet sicher nichts.

PorableGaming-Leser: In wie weit unterscheidet sich - von der Bezahlung der Arbeit abgesehen - die Tätigkeiten eines ehrenamtlichen Redakteurs auf playstationportable.de und der eines Redakteurs von MobileGamer?

Ulrich Steppberger: Das kann ich natürlich schwerlich sagen, weil ich keine wirklichen Vergleichsmöglichkeiten habe. Auf jeden Fall haben wir natürlich mehr Zeit, uns auf die Arbeit zu konzentrieren und dürften als Printmedium sicherlich auch bei den meistens Herstellern einen besseren Stand haben, wenn es um Dinge wie Events oder Vorabmusterung geht.

PorableGaming-Leser: Der Titel ihrer Zeitung Ist "MobileGamer" und deshalb wollte ich mal fragen ob sie eventuell auch den GP2X näher beschreiben könnten, beziehungsweise einen GP2X Teil im Heft einführen könnten.

Ulrich Steppberger: Ich denke nicht, denn so interessant das Gerät für Freaks sein mag, für den Normalspieler gilt das eben nicht zumal es ja nicht mal wirklich offiziell hier erschienen ist. Wir berichten schon gelegentlich über Neuheiten (in der aktuellen Ausgabe z.B. in den News), aber mehr Platz wird das GP2X wohl zumindest regelmäßig nicht einnehmen.

PorableGaming-Leser: Warum wird die negative Kritik eines Spieles hauptsächlich nur in dem Fazit geschrieben?

Ulrich Steppberger: Hm, ich empfinde das nicht so. Der Fließtext ist bei uns hauptsächlich als Schilderung des Spielinhalts gedacht, also weitgehend neutral gehalten. Aber wenn es was zu meckern gibt, dass führend wir das schon in den Meinungskästen recht ausführlich aus.

PorableGaming-Leser: Warum werden die Spielecharts nicht auch nach System aufgelistet?

Ulrich Steppberger: Weil die Mehrheit der Redaktion dafür war, dass eine Sortierung nach Genre besser ist.

PorableGaming-Leser: Und warum sollen die neuen Spiele für die Nokias unter der Rubrik "Handyspiele" zugeordnet werden?

Ulrich Steppberger: Weil die einfach alle Kriterien dafür erfüllen: N-Gage ist künftig kein eigenes Gerät mehr, sondern Teil diverser Handys, Pocket Computer usw. und die Spiele werden für weniger Geld direkt darauf runter geladen. Mag sein, dass das dann im Endeffekt deutlich bessere Handyspiele sein werden als der Rest, aber auf jeden Fall sind sie konzeptuell sehr ähnlich.

PorableGaming-Leser: Bitte bringt die Zeitung nicht nur alle 3 Monate!!!!!!!!

Ulrich Steppberger: Da sind wir immer vom Markt abhängig es macht einfach keinen Sinn, in Zeiten von wenig Neuerscheinungen zwangsweise immer ein Heft zu produzieren, wenn sich das nicht sinnvoll refinanzieren (Stichwort Werbung) lässt.

PorableGaming-Leser: Warum bringt ihr nicht ne DVD mit Spiele Demos für PSP, NDS, Handys,...?

Ulrich Steppberger: Für Handys lohnt sich das kaum, da gibt’s ja genug im Netz oder via SMS... Bei PSP und DS scheitert das zum einen am Format (besonders DS) und zum anderen an der Tatsache, dass es kaum Demos gibt und die von den Firmen dann auch erst freigegeben werden müssten.

PorableGaming-Leser: Könntet ihr nicht auch die „Know-How“-Seiten größer ausfallen lassen?

Ulrich Steppberger: Eher unwahrscheinlich, da die Themen zwar interessant sind, aber doch mehr Platz für den Hauptteil, also die Spieletests, gebraucht wird.

PorableGaming-Leser: Besteht in Zeiten von ständiger Onlineaktualisierung, Newstickern und Fan-Foren hinsichtlich der Aktualität überhaupt noch eine Chance für eine klassische Zeitschrift?

Ulrich Steppberger: Das kommt darauf an, was man haben will: Ich denke schon, dass ein Magazin mit kompetenten Leuten nicht zu verachten ist und seine eigenen Vorteile hat, die das Internet nicht bietet. Zumal auch heute nicht automatisch jeder Mensch eine DSL-Leitung daheim hat.

PorableGaming-Leser: Warum sollte ich jeden Monat 3 Euro für eine Zeitschrift ausgeben, wenn ich mich via Flatrate jeden Tag topaktuell informieren kann?

Ulrich Steppberger: Nicht jeder hat eine Flatrate. Und z.B. im Zug oder Bus oder auf der Toilette bringt die auch nicht zwingend was. Und vielleicht bin ich ja altmodisch, aber ich lese Magazine auch mal ganz gerne als Unterhaltung und nicht nur Informationsquelle, wobei letzteres als Archiv auch handlich ist.

PorableGaming-Leser: Gerade im Bereich „Mobilegaming“ stelle ich mir das schwierig vor, da bestimmt eines Tages die Zeit kommt, in der man via Internet jeden Tag die neusten News, aus welchem Bereich auch immer, gleich auf seinen Handheld geschmissen bekommt...

Ulrich Steppberger: Das mag schon sein, aber angesichts des „Komforts“, der momentan beim Surfen mit PSP oder DS herrscht, wird das wohl noch eine ganze Weile dauern.

PorableGaming-Leser: Mich würde interessieren, ob Sie selbst ein Gamer sind und Ihnen Ihre Arbeit gefällt?

Ulrich Steppberger: Klar, wer nicht gerne spielt, ist bei dem Job völlig falsch am Platz. Natürlich würde ich mir immer wieder mal weniger Stress wünschen, aber grundsätzlich mag ich meine Arbeit schon, wenn nicht gerade der Abgabeschluss naht…

PorableGaming-Leser: Und wie kommt ein Review/Preview zu Stande bzw. wer testet die Spiele? Der Redakteur oder andere Mitarbeiter?

Ulrich Steppberger: Getestet werden die Spiele immer von den Leuten, die den Artikel dazu schreiben. Normalerweise versucht man natürlich, die Titel immer an Redakteure zu verteilen, die mit dem betreffenden Genre was anfangen können, das hat ja für alle Seiten nur Vorteile.

PorableGaming-Leser: Was halten Sie von Nintendos neuester Heimkonsole, Wii?

Ulrich Steppberger: Da muss ich noch passen, weil ich für eine endgültige Einschätzung bisher nicht lange genug spielen konnte. Das Konzept ist natürlich was besonderes und funktioniert bei einfachen Spielen prima, aber wie es langfristig und mit komplexeren Titeln hinhaut, muss man erst mal sehen.

PorableGaming-Leser: Werden Sie auch ausführlich über eventuelle Verbindungsmöglichkeiten des Wii zum DS berichten?

Ulrich Steppberger: Wenn wir die Hardware mal haben und die Sachen vernünftig ausloten können, gehe ich davon aus, ja.

PorableGaming-Leser: Warum liegt der „Mobile Gamer“ keine DVD dabei, mit Tests, Vorschauen und verschiedenen Boni? Ich bin sicher, viele Ihrer Leser wären erfreut über solch ein Feature.

Ulrich Steppberger: Das glaube ich gerne, aber mindestens genauso viele würden sich dann über den zwangsläufig höheren Preis beschweren… Neben diversen anderen Faktoren wäre das darum schon rein wirtschaftlich einfach nicht wirklich realisierbar.

PorableGaming-Leser: Über welche besonderen Rubriken, Features, Überraschungen etc. dürfen wir uns in nächster Zeit freuen, wenn wir Ihre Zeitschrift lesen?

Ulrich Steppberger: Uff… Schwere Frage. Ich bin mir sicher, dass wir einige interessante Sachen machen werden, aber zurzeit kann ich da ganz ehrlich nichts dazu sagen.

PorableGaming-Leser: Warum verbindet man sich nicht einfach mit der „Maniac“ oder einem anderen Videospielmagazin - schließlich wären somit in einer Zeitschrift alle Konsolenformate bedient bzw. abgedeckt, das Heft hätte wahrscheinlich mehr Umfang und eine höhere Qualität und es würden u.U. auch mehr Leute kaufen! Besonders bei den DS- sowie PSP-Spielern sind viele Gelegenheitszocker oder Menschen mit einer Heimkonsole zum „richtigen“, ausgiebigen Spielen dabei, welche sich nur sehr selten ein reines Handheldmag kaufen würden...

Ulrich Steppberger: In der MAN!AC stehen ja auch jeden Monat Handheld-Tests drin. Die Idee ist schön, funktioniert aber so nicht. Tatsächlich fordern regelmäßig Leser, dass wir da doch noch weniger Handheld abhandeln sollten, nicht mehr. Ein höherer Umfang, der dann nur einen Teil der Leute interessiert, ist wirtschaftlich nicht sinnvoll. Genau darum gibt es ja die „Mobile Gamer“, um wirklich Interessierten sehr und größere Berichterstattung bieten zu können, wie es im „Mutterheft“ in der Form nicht machbar ist. Ich denke auch, gerade der Gelegenheitszocker mit z.B. seinem „Nintendogs“-DS hätte auch mehr davon, denn was will der mit den ganzen Heimkonsolen-Tests?

PorableGaming-Leser: Wünschen sie sich manchmal einen anderen Beruf gewählt zu haben, als Redakteur in einem Videospielmagazin?

Ulrich Steppberger: In stressigen Momenten sicher, grundsätzlich bin ich aber eigentlich ganz zufrieden.

PorableGaming-Leser: Spielen Sie schon immer in Ihrer Freizeit mit Konsolen bzw. Handhelds oder nur bzw. erst mit Beginn Ihrer Arbeit bei der „Mobile Gamer“?

Ulrich Steppberger: Ich bin schon seit den Atari-VCS-Zeiten dabei, auch wenn ich zur 8- und 16-Bit-Ära mehr bei den Heimcomputern gelandet bin… Da ist schon das Hobby zum Beruf geworden.

PorableGaming-Leser: Verdienen innerhalb der Redaktion alle Mitarbeiter gleichviel Geld oder bekommen Chefredakteure beispielsweise mehr?

Ulrich Steppberger: Das ist wie bei jedem anderen Job auch von verschiedenen Faktoren abhängig, also Position, Betriebszugehörigkeit usw.

PorableGaming-Leser: Kommt es manchmal vor, dass Sie vom Entwickler kein Testmuster zu einem Spiel bekommen? Wenn ja, wie gehen Sie dann vor?

Ulrich Steppberger: Dass wir gar kein Spiel bekommen, ist eher selten und am ehesten noch bei kleinen Firmen, die einfach in Sachen PR nicht so fit sind… Normalerweise kriegen wir spätestens auf Nachfrage etwas. Was öfters vorkommt gerade beim DS wegen dem Modulformat, weshalb es nicht so selten ist, dass es den PSP-Test früher zu lesen gibt ist allerdings, dass wir auch erst das fertig verpackte Spiel bekommen. Wenn alle Stricke reißen, wird im Notfall auch mal Eigeninitiative nötig, d.h. wir greifen uns ein Exemplar aus einem Laden.

PorableGaming-Leser: Liest man als Inspiration regelmäßig in anderen Heften und versucht, die „Konkurrenz“ somit ein Stück zu übertrumpfen bzw. „auszuspionieren“?

Ulrich Steppberger: Natürlich liest man die anderen Hefte regelmäßig, um auf dem Stand der Dinge zu bleiben. Ebenso ist es selbstverständlich ein Ziel, immer wieder mal Sachen zu haben, die es nur bei uns zu lesen gibt, sei es ein besonderes Special oder ein Exklusiv-Preview usw.

PorableGaming-Leser: Wie oft gibt es Redaktions-Sitzungen, in denen die Heftplanung besprochen wird? Wie läuft eine solche Versammlung genau ab?

Ulrich Steppberger: Uff, das kann ich so genau eigentlich nicht sagen. Meistens eher unregelmäßig, wenn halt Bedarf dafür ist. Dann treffen sich die verantwortlichen Leute und diskutieren schon auch mal etwas lautstarker, bis die Punkte so abgehandelt sind, dass jeder damit zufrieden ist oder zumindest der bestmögliche Kompromiss rausgekommen ist.

PorableGaming-Leser: Dürfen Ihre Mitarbeiter selbst entscheiden, ob sie beispielsweise ein DS- oder ein PSP-Spiel testen möchten?

Ulrich Steppberger: Systemvorlieben werden nicht berücksichtigt. Was kommt, muss gespielt werden. Allerdings schaut man schon drauf, dass ein Spiel nicht bei jemandem landet, der z.B. mit dem Genre überhaupt nichts anfangen kann.

PorableGaming-Leser: Was wird hauptsächlich auf Arbeit direkt gemacht? Auch gespielt bzw. getestet oder nur Texte verfasst?

Ulrich Steppberger: Gemacht wird eigentlich alles, was zeitlich drin ist. Wenn es allerdings viel zu tun gibt, haben Texte, Layouts etc. Vorrang vor dem Zocken. Das muss dann schon mal daheim erledigt werden.

PorableGaming-Leser: Wie schätzen Sie den Arbeitsmarkt im Moment und in naher Zukunft ein: Wird es eher einen Mangel oder einen Überschuss an fähigen Leuten für die Arbeit an einem Videospielmagazin geben?

Ulrich Steppberger: Definitiv einen Überschuss, gerade in Deutschland hat es der Zeitschriftenmarkt nicht leicht.

PorableGaming-Leser: Sollte man in jedem Falle ein Praktikum in einer Redaktion o.ä. machen, bevor man diese Tätigkeit hauptberuflich ergreift? Erreicht man solch einen Job nur mit viel Können, Talent, guten Noten und Glück oder eher einfacher? In welchen Fächern sollte man besonders gut sein, um in dieser Branche Erfolg zu haben?

Ulrich Steppberger: Ein Musterrezept gibt es eigentlich nicht. Ein Praktikum kann sinnvoll sein, ist aber keineswegs Pflicht, auch wenn ich z.B. so angefangen habe. Gute Noten machen natürlich einen guten ersten Eindruck, aber das ist nicht entscheidend. Talent und Können sind definitiv wichtiger, etwas Glück kann auch nicht schaden. Spezielle Fächer würde ich auch nicht herausgreifen, wobei natürlich ein gutes Deutsch Pflicht ist und Fremdsprachen (besonders Englisch) auch wichtig sind.

PorableGaming-Leser: Was essen Sie lieber: Thunfisch-Pizza oder Döner? Bitte begründen Sie ihre Antwort!

Ulrich Steppberger: Weder noch: Leckere scharfe Salami-Pizzen mit dickem Teig sind besser.

PorableGaming-Leser: Wollte „Maniac“ nicht ein Projekt starten, das sich „Maniac TV“ nennt?

Ulrich Steppberger: Nicht wirklich, aber der Aprilscherz damals war offensichtlich ziemlich überzeugend…

Vielen Dank an unsere Leser für die sinnigen oder auch unsinnigen Fragen. Danke an Ulrich Steppberger für seine Geduld.


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Autor: PortableGaming-Leserschaft & Ulrich Steppberger
Datum: 07.10.2006

Kategorie: Interviews
Umfang: 1 Seiten



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