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N-Gage Jahresrückblick 2005




...all good things must come to an end...
Welch ein Jahr war das für den N-Gage. Nokias Spieleterminal erlebte die Höhen und (leider besonders) die Tiefen des Videospielgeschäfts. Packend war's und Spaß hat's auch gemacht, dieses 2005. Trotz der Tatsache, dass für 2006 so gut wie keine Neuerscheinungen angekündigt sind, kann man sagen, dass die Finnen ihre Hausaufgaben inzwischen gemacht haben und uns trotz der immensen Konkurrenz zweier neuen Handhelds (Nintendo DS und Sony Playstation Portable) die Treue gehalten haben.

Am Interessantesten war für mich dieses Jahr auch ein wenig die Wandlung der US-Medien wie IGN oder Gamespot, die zu Beginn kaum ein gutes Haar am N-Gage ließen. Selbst gute Spiele wie das grandiose Pathway to Glory erhielten keine Traumwertungen und dümpelten vor sich her. Das änderte sich im März, als mit Splinter Cell - Chaos Theory die erste 3D-Handheld-Umsetzung von Tom Clancy's Schleichdrama von den wunderbaren Jungs von Gameloft umgesetzt wurde. Plötzlich war der N-Gage wieder wer: Bisherige Umsetzungen in 2D für den Game Boy Advance stellten grafisch und spielerisch keine Meisterleistungen dar. Sam Fisher in 3D und Unterwegs, das war schon was. Da sah man über Schwächen der Engine gerne hinweg, was bei uns immerhin eine Traumwertung von 90% bedeutete. Auch jetzt noch, beinahe ein Jahr danach, flutscht der Geheimagent gerne immer wieder in den Redaktions-MMC-Slot.

2004 fing es an, 2005 ging es weiter: Das Online-Gaming mit dem N-Gage ist in Deutschland jedoch leider auf Grund horrender GPRS-Kosten weiterhin unerfreulich. Alle Versuche Nokias, hier mit den Netzbetreibern eine Einigung herzustellen, scheiterten anscheinend. Was schade ist, denn mit Worms World Party erschien die erste unterwegs Online spielbare Version des Strategie-Klassikers. Dank guter Steuerung und dem unverwüstlichen Gameplay kann dieser Titel immer wieder für Wartezeiten (z.B. im Kino, bis der Film anfängt) für Party-Laune sorgen.

Natürlich gab es auch 2005 Negativ-Beispiele in der N-Gage-Bilanz. Allen voran die Wrestler von WWE Aftershock, die mit einem Spiel mit dem Niveau der ersten Generation der N-Gage Games auf den Markt kamen (und von uns leider leicht überbewertet wurden...).
Zum Glück und zum Ausgleich erscheinen innerhalb kurzer Zeit gleich zwei schöne Hack 'n Slay Rollenspiele in Diablo-Tradition. The Roots - Gates of Chaos, ist dank 85% mit Abstand das wohl beste RPG, das man für den N-Gage bekommen kann.

Große Hoffnung setzte Nokia in seinen lang angekündigten Renntitel Glimmerati (wohl der genialste Name seit Jahren), das am Ende zwar mit ein paar netten Einfällen überraschte, aber trotzdem einem Asphalt Urban GT nicht das Wasser reichen konnte. Dieses wurde im Übrigen (genauso wie inzwischen Splinter Cell) für den Nintendo DS umgesetzt, was beweist, dass aus der N-Gage Ecke auch eine ganze Menge an guten Spielen kommen kann, die sich auch auf anderen Konsolen bewähren.

Im 2. Quartal war unser stellvertretende Chefreddi Kevin schließlich schwer begeistertert, denn er durfte endlich unterwegs siedeln. Das erste (und wohl einzige?) Capcom-Game für den N-Gage, Catan, überzeugte und konnte sich die Traumwertung von 84% übers Bett hängen. Und dann begann der Herbst...

Der Traum-Herbst
Rechnet man die Wertungen der Herbstspiele zusammen, kommt man beinahe auf die kompletten Punkte, die alle N-Gage Titel 2004 erreichten. Atari machte mit den Masterpieces Vol.1 den Anfang und demonstrierte, wie eine gelungene Umsetzung alter Titel auszusehen hat.
High Seize aus dem Hause Red Lynx klaute zwar ungeniert vom Nintendo-Erfolg Advance Wars, setzte aber mit Piraten auf eine ganz andere Hintergrundstory und wurde für sein taktisches Gameplay mit stattlichen 88% Spielspaß belohnt. Der gelungene Online-Modus (Kritik zu den GPRS-Gebühren in Deutschland hatten wir ja schon... das ist z.B. in den USA ganz anders) und die tolle Synchronisation machen das Spiel auch Hardwareübergreifend zu einem Must Have Ttiel.

ONE, das auf dem Event in Barcelona besonders hervorgehoben wurde, erfüllte die Erwartungen leider nicht vollends. Die zwar umfangreiche, aber manchmal etwas schwerfällige Steuerung machte hier einen Strich durch die Rechnung. Nichtsdestotrotz ist das aus Spanien stammende Spiel eine grafische Augenweide und muss sich vor einem Virtua Fighter oder seinem großen Vorbild Tekken nicht im geringsten Verstecken. Im Gegenteil, jeder Playstation One Titel sieht dagegen alt aus.

Richtig gepackt war die Redaktion in diesem Jahr aber ganz besonders von einem Spiel: Mile High Pinball erhitzte nicht nur die Gemüter, sondern brachte auch den MMC-Slot zum Glühen. Nicht umsonst wurde es von uns trotz der vermeintlich geringen Wertung von 87% zum Spiel des Jahres auf dem N-Gage gekürt. Denn Pathway to Glory 2 - Ikusa Islands ist zwar spielerisch wieder ein Top-Titel - aber im Endeffekt doch nichts weiter, als ein Levelpack für das erfolgreichste N-Gage Spiel 2004.

The End?
Wie es 2006 weitergehen wird... gute Frage, niemand weiß es. Bisher steht nur fest, dass aus der N-Gage Hardwarereihe eine N-Gage Spielereihe werden soll, die auf sämtlichen neuen Nokia Smartphones mit der Serie 60 laufen können. Eigentlich etwas Gutes, denn wenn die Qualität der Spiele weiterhin so ansteigt wie 2005, dann hat Nokia recht bald die Dominanz im Handymarkt. Schade wäre es jedoch um den liebgewonnenen "Döner", der mit Sidetalking für Kult sorgte und mit dem QD einen wahrhaft würdigen Nachfolger erhielt. Hoffen wir, dass Nokia dem Gerät weiterhin die Treue hält und freuen wir uns (unter Vorbehalt) auf ein spannendes 2006.


Christian Nork für N-Page.de


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Autor: Christian Nork
Datum: 10.01.2006

Kategorie: Sonstiges
Umfang: 1 Seiten



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