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N-Gage @ Barcelona 2005




Am 13. Oktober 2005 hieß es für Nokia, die neuesten Informationen rund um den N-Gage der Presse bekannt zu geben. So wurden weltweit zahlreiche Journalisten nach Barcelona eingeladen, welches die Heimatstadt der Entwickler von Digital Legends, den Machern des Prügelspiels ONE, ist. So hieß es in der idyllischen Palmen- und Kakteenlandschaft die neuesten Infos belauschen und am Abend mit Nokia und den Entwicklern den Launch des neuen Fightinggames zu feiern. Wir waren natürlich für euch live vor Ort und berichten von dem Event.

Schon lange Zeit bevor Nokia ankündigte, was auf dem Presseevent gezeigt werden sollte, gab es viele Gerüchte darüber was nun kommen mag. Ein richtiger Hype entstand und ziemlich viele waren sich sicher, dass der N-Gage Nachfolger präsentiert werden sollte. Was wirklich auf der Pressekonferenz erzählt wurde, werden wir nun zusammenfassen.

“The (R)evolution of Mobile Gaming – 2006 und beyond“ – Mit diesen Worten wollte Nokia der Öffentlichkeit verkünden wie es nun mit dem N-Gage weiter gehen soll. Einleitend begann niemand anderes als Gerard Wiener - Vice President of Games, welcher in N-Gage Kreisen fast so populär ist wie Reggie Fils-Aimé für viele Nintendo-Anhänger.



Rückblickend auf den Launch des N-Gage im Jahre 2003 wurde nun geschildert, was man geleistet hat und was die Ziele für die kommenden Jahre sind. Zunächst ist der wichtigste Punkt, dass Nokia ab 2006 das N-Gage System öffnen und freier zugänglich machen möchte. Sprich: man ging nochmals auf die Themen ein, die man zur E3 vorstellte. So wird es ab 2006 möglich sein, auf Nokia Mobiltelefonen jenseits des üblichen Spieleterminals die zahlreichen N-Gage Titel zu spielen. Wie gut die Umsetzung ist und ob ein Business-Handy für komplexe Spiele geeignet ist wird sich zeigen müssen. Nokias Ziel ist es jedoch, dass man auch auf einem eher konventionellen Modell durch einige Anpassungen einen leichteren Einstieg in die Spielewelt des N-Gage bekommt.


Doch Nokia konzentriert sich nicht nur auf die Kompatibilität der zahlreichen Smartphones, sondern konzentriert sich auf die nächste Generation der mobilen Telefone. Schon heute gibt es Geräte, die wesentlich Leistungsfähiger sind als das gute alte Dönertier aus dem Jahre 2003. Kein Wunder, dass somit das N-Gage Branding im Jahre 2007 auf ein neues Level gebracht werden soll. Mobiltelefone mit Grafikbeschleunigern, etc. sollen dafür sorgen, dass die Erfahrungen des mobilen Spielens am Handy noch intensiver werden als bisher.



Mit Sn@p Mobile haben Sun Microsystems und Nokia den Entwicklern eine Möglichkeit gegeben, dass mobile Spiele nicht in der Masse verschwinden und nur über das nächste Monatsabo von ominösen TV-Anbietern erworben werden können. Entwickler können auf freiwilliger Basis im Java-SDK auf Inhalte von Nokia zugreifen und werden, gegebenenfalls direkt unterstützt. Ziel ist es so, ihre Chancen auf dem schweren Markt zu positivieren. Diese Hilfestellung soll eine kontinuierliche Qualitätssteigerung der Spiele auf dem Java-Mark erzeugen.

Gerard Wiener musste sich nun den Fragen der Presse stellen und die interessanteste darunter war wohl: „Ob es nach der Öffnung des Systems später ein spezielles Gamers-Phone geben wird, oder ob man nun darauf aufgrund von Entwicklungskosten verzichten würde?“ Eine Pikante Frage mit dem Ziel, Nokia das Geheimnis eines möglichen N-Gage Nachfolgers zu entlocken. Doch Gerard Wiener konnte hierauf leider keine genaue Antwort bieten. Persönlich würde er gerne ein Next-Gen Gamers-Phone sehen, doch zu diesem Zeitpunkt müsse man diesen Schritt erst genauer in Betracht ziehen. Also immer noch keine genaue Antwort für oder gegen einen echten N-Gage Nachfolger.

Weitere wichtige Punkte auf der Pressekonferenz waren wie schon erwähnt die Qualitätssteigerung von Java-Titeln. Sn@p Mobile wird in Zukunft zahlreiche vom N-Gage bekannte Features integrieren. Onlinespiele, Multiplayer-Turniere, bei denen man sogar Preise gewinnen kann (wie Icons oder Klingeltöne), Buddy Listen, Rankings, etc. sollen dafür sorgen, das Java-Titel nicht mehr als billiger Müll abgetan werden.

Weiteres Thema ist die neue Zubehörproduktpalette für den N-Gage. Von wireless Headset bis hin zu MMC-Expander wurden die Geräts jeweils ausführlich vorgestellt. Wer mehr darüber erfahren möchte, kann sich unsere News zum Thema anschauen.

Nach einer kurzen Mittagspause, wo wir die Zeit nutzten, um mit einigen Entwicklern zu sprechen, und erneut den Jungs von RedLynx gezeigt haben, dass man vor N-Page.de im direkten Duell Angst haben sollte. Denn nach dem letzten Duell auf der Games Convention musste sich das sympathische Entwicklerteam erneut geschlagen geben. Die Revanche sollte dann am Abend auf der ONE-Launchparty starten, doch auch hier konnten die Jungs von RedLynx den Sieg nicht nach Hause holen.

Ein paar ausführliche Zockeinlagen und interessante Gespräche später, sollten im zweiten Teil der Pressekonferenz die Trümpfe aus den Ärmeln geholt werden. So wurden erstmals neue Spiele vorgestellt, mysteriöse Hardwareprojekte gezeigt und eine neue Richtung des mobilen Spielens definiert. Die erste große Spieleankündigung war die Umsetzung der Internetsimulation Habbo Hotel auf dem N-Gage. In Habbo Islands wird man ähnlich wie bei der PC Version, seinen eigenen Habbo (eine Art virtuelles Ich) in einem Spinoff Sideadventure, so manches Rätsel lösen müssen. Dabei kann man sich mit der selben Community wie mit den online Spielern von zu Hause treffen und interagieren.

Die spannendste Ankündigung am späten Nachmittag war wohl das Spiel mit dem Namen Shadow Born. Hier sollte man erstmals das volle Potential des N-Gage wecken können. Denn es ging um die Hauptattribute was ein Spieleterminal und Handy gemeinsam haben. Ein Mobiltelefon ist zu jederzeit eingeschaltet, man trägt es immer bei sich und man hat immer eine Verbindung zu einem GSM, GPRS, etc. Netz.



Diese Funktionen sollten erstmals ein einzigartiges Spiel hervorbringen. Beim Spiel Shadowborn selbst hat man sich noch auf keine speziellen Features festgelegt, da die Bandbreite noch nicht völlig überschaubar ist, dennoch nannte man einige Beispiele. So könnte man zum Beispiel, während man unterwegs ist eine SMS erhalten, die nicht von einem Bekannten oder Arbeitskollegen ist, sondern vom Spiel, welches versucht mit dem Spieler zu kommunizieren. Wetterdaten könnten online abgeglichen werden und somit ins Spiel übertragen werden und es so beeinflussen. Daten im Terminkalender könnten mit neuen Eintragungen vom Spiel ergänzt werden, die somit eine Vorausplanung gewährleisten. Die Kamera des Mobiltelefons könnte genutzt werden um virtuelle Realitäten zu schaffen. Zu diesem Zeitpunkt wurden wir etwas stutzig: N-Gage und Kamera? Ist uns etwas entfallen? Natürlich stellten wir die Frage ob N-Gage Spieler dann von diesem System benachteiligt sein, da das Spieleterminal bekanntlich über keine Kamerafunktion verfügt. Die Antwort kam etwas kalt lächelnd daher und lautete: "Nein, Nachteile hat man nicht, aber die Mobiltelefone mit Kamera hätten Vorteile..."



Das Spiel Shadow Born wird demnach auch erst nach Öffnung des Systems auf weitere Serie-60 Handys erscheinen. Wir dürfen gespannt sein, in wie weit das Spiel auf die Beschaffenheiten von Handy angepasst sein wird.

Die Überraschung des Abends war die Vorstellung von neuartigen Konzepten in der Forschungsphase, die sich eher jenseits des mobilen Business ansiedelten. So zeigte man Geräte, die eher an den Revolution Controller von Nintendo erinnerten als an Produkte für Mobiltelefone mit Spieleunterstützung. Eine Armschlaufe zur Erkennung von Bewegung im Raum oder drahtlose Zweihändige Controller. Möchte Nokia in Zukunft ins Konsolengeschäft einsteigen oder zeigte man diese Konzeptmodelle nur aus dem Grund, um anzudeuten, dass man noch weitere Asse im Ärmel hat, die man derzeit nicht präsentieren möchte. Das weiß zu diesem Zeitpunkt wohl keiner und wir müssen warten was die Zukunft bringt.

Gegen Ende der Pressekonferenz konnte man sich erneut mit den Entwicklern unterhalten, ein wenig N-Gage QD Geburtstagstorte naschen und sich auf die ONE Launchparty einstimmen, die den Abend ausklingen lassen sollte...

Kevin Jensen für N-Page.de


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Autor: Kevin Jensen
Datum: 25.10.2005

Kategorie: Events
Umfang: 1 Seiten



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